Letztes Update am So, 30.06.2019 18:11

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Osttirol

Herz-Jesu-Feuer lösten Brände in Amlach und Alpbach aus

Obwohl fünf Osttiroler das Herz-Jesu-Feuer am Rauchkofel sorgsam errichtet hatten, geriet es am Samstagabend außer Kontrolle. Die Löscharbeiten musste in der Nacht unterbrochen werden. Auch in Alpbach brannte es auf dem Berg, nachdem am Vorabend Herz-Jesu-Feuer entzündet worden waren.

Der Brand brach unmittlebar neben dem Herz-Jesu-Feuer aus.

© Brunner Images/FeuerwehrDer Brand brach unmittlebar neben dem Herz-Jesu-Feuer aus.



Amlach – Ein Herz-Jesu-Feuer an der Nordflanke des Rauchkofel hat in der Nacht auf Sonntag bei Amlach einen Waldbrand ausgelöst. Die Feuerwehren mussten die Löscharbeiten in der Nacht aufgrund des unwegsamen Geländes aus Sicherheitsgründen abbrechen. Sonntagfrüh wurde der Einsatz fortgesetzt, teilte die Polizei mit. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte auch mit Hubschraubern.

Das Herz Jesu-Feuer war von fünf Osttirolern errichtet worden. Sie hatten die Feuerstellen sorgsam errichtet und darin selbst gemachte Wachskerzen platziert. Nachdem die Gruppe gegen 21.45 Uhr wieder in Richtung Tal aufgebrochen war, brach unmittelbar neben der Feuerstelle ein Brand aus. Die Freiwilligen Feuerwehren Amlach, Leisach und Lienz rückten mit sechs Fahrzeugen und 60 Mitgliedern aus, mussten gegen 23.45 Uhr den Einsatz aber abbrechen.

Kontrollposten beobachteten während der Nacht die Brandentwicklung. Rund ein Hektar felsiges Gelände, das teilweise mit Moosen und niedrigem Gehölz bewachsen ist, war von dem Feuer betroffen. Gebäude oder Siedlungsraum waren nicht in Gefahr. Während der Löscharbeiten mussten aus Sicherheitsgründen der Radweg im Bereich der Galitzenklamm, der Gogsteig und auch das Schwimmbad Leisach agesperrt werden.

Trotz Kontrollen auch in Alpbach Waldbrand entstanden

Auch in Alpbach musste die Feuerwehr wegen eines Waldbrandes ausrücken. Am Samstagabend gegen 20 Uhr wurde auf der Gratelspitze ein Herz-Jesu-Feuer entzündet. Nach Abbrennen der Silhouette wurde die Feuerstelle gegen 22.30 Uhr auf etwaige Glutreste überprüft und die Vereinsmitglieder stiegen in das Tal ab. Gegen 2 Uhr wurde die Feuerstelle vom Tal aus nochmals mit dem Fernglas kontrolliert, es wurden keine Flammen entdeckt.

Gegen 6.25 Uhr wurde jedoch Alarm geschlagen, es hatte sich ein Waldbrand entwickelt. Wegen des unwegsamen Geländes musste er mit dem Lastenhubschrauber gelöscht werden. Nach 20 Löschflügen wurde gegen 13.30 Uhr „Brand aus“ gegeben. Ob der Brand nun tatsächlich von den Herz-Jesu-Feuern ausgelöst wurde, wird noch ermittelt. (TT.com)

Die Hubschrauber waren in Amlach im Löscheinsatz.
Die Hubschrauber waren in Amlach im Löscheinsatz.
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