Letztes Update am Mo, 08.07.2019 16:23

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Beim Wandern verlaufen: 33-Jähriger musste in Stubaier Alpen übernachten

Ein Wanderer ging in der Nacht von Sonntag auf Montag verloren und wurde am nächsten Morgen von den Einsatzkräften gefunden. Der Mann konnte unverletzt geborgen werden, er hatte die Orientierung verloren.

In der Nähe der italienischen Grenze fanden die Einsatzkräfte den 33-Jährigen.

© ZOOM.TIROLIn der Nähe der italienischen Grenze fanden die Einsatzkräfte den 33-Jährigen.



Neustift im Stubaital – Am Sonntag stieg eine vierköpfige Gruppe über den Sulzenauferner – Lübeckerweg auf den Wilden Freiger. Zur Übernachtung begaben sich drei der vier zum Becherhaus, einer Berghütte auf der Südtiroler Seite der Stubaier Alpen auf 3.195 Metern. Der vierte im Bunde, ein 33-jähriger Mann aus Tansania, wanderte alleine weiter in Richtung Wilde Pfaff und Zuckerhütl.

Alleingang führt zu Suchaktion

Als der Mann bis zum Abend noch nicht zum Becherhaus zurückgekehrt war, verständigte der Hüttenwirt die Rettungskräfte. Bis um etwa 23 Uhr hatte der 33-Jährige noch per SMS Kontakt zu einem Mitglied der Gruppe, seinen Standort konnten sie aber nicht ermitteln. Die Wetterlage verunmöglichte einen Suchflug mit dem Hubschrauber, Versuche der Bergrettung blieben ebenfalls erfolglos.

Bei der Staatsgrenze gefunden

Am darauffolgenden Tag wurde um 6 Uhr morgens wieder ein Suchflug durchgeführt, dieses Mal mit Erfolg. Der Mann aus Tansania wurde von der Besatzung des BMI Hubschraubers Libelle und einem Bergretter der Ortsstelle Neustift im Stubaital geborgen. Gefunden wurde er in der Nähe der italienischen Grenze im Bereich des „Hohen Eises“ auf fast 3400 Höhenmetern. Der 33-jährige Afrikaner hatte nach eigenen Angaben die Orientierung verloren, verletzt war er nicht. (TT.com)

Der Wanderer wurde unverletzt geborgen.
Der Wanderer wurde unverletzt geborgen.
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