Letztes Update am Mi, 10.07.2019 14:36

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Polizei ermittelt

Tödlicher Fall: Warum starb das Mädchen auf Schiff in Puerto Rico?

Ein eineinhalb Jahre altes Mädchen kommt bei einem 45-Meter-Sturz vom Kreuzfahrtschiff „Freedom of the Seas“ in Puerto Rico ums Leben. Es soll mit seinem Großvater gespielt haben, als es in die Tiefe fiel. Die Familie beschuldigt nun die Reederei wegen eines offenen Fensters, die Polizei ermittelt allerdings in alle Richtungen.

Ein Kleinkind überlebte die Reise mit dem Kreuzfahrtschiff nicht. Wie es dazu kam, wird derzeit ermittelt.

© dpaEin Kleinkind überlebte die Reise mit dem Kreuzfahrtschiff nicht. Wie es dazu kam, wird derzeit ermittelt.



San Juan – Der tödliche Sturz eines Kleinkindes von einem Kreuzfahrtschiff in Puerto Rico bleibt rätselhaft. Unter welchen Umständen ist die eineinhalbjährige Chloe aus den USA an Bord des Royal-Caribbean-Schiffes gestorben? Nach Angaben der Polizei soll sie aus einem Fenster im 11. Stock des Schiffes gefallen und gestorben sein.

Im Mittelpunkt der derzeitigen Untersuchungen stehen laut den Ermittlern die Familienmitglieder. Denn während des Aufenthalts in Puerto Rico soll der Großvater die Aufsicht gehabt haben. Der Mann hatte den Behörden erklärt, dass Chloe aus seinem Arm gerutscht und in die Tiefe gestürzt sei. Die Hafenpolizei berichtete nach dem Vorfall, dass er das Kind auf die Fensterkante gesetzt habe. Chloe war erst 18 Monate alt. Sie fiel rund 45 Meter in die Tiefe, im Krankenhaus konnte nur noch ihr Tod festgestellt werden.

Nun ermitteln die Behörden intensiv, um die Vorkommnisse zu rekonstruieren. Die Polizei kann noch nicht sagen, ob es sich um einen Unfall oder gar um ein Verbrechen handelt. „Es gibt einige Möglichkeiten. Wir sind derzeit noch in einem frühen Zeitpunkt der Untersuchung und können nichts ausschließen. Es kann Totschlag, ein Mord oder ein Unfall sein“, erklärte Chief Sergeant Jose Sanchez der britischen Daily Mail. Die Polizei wolle nun Videoaufzeichnungen auswerten. Die Behörden befragen außerdem weitere Zeugen und sammeln Beweise.

Die Familie gibt Royal Caribbean die Schuld. Denn das Unternehmen habe der Polizei nicht klargemacht, dass fahrlässigerweise die Fenster im Kinderbereich offen waren. Die Reederei sagte der Sun, dass „ihre Herzen bei der Familie seien“ und sie „alles tun werde, um die Familie zu unterstützen“. Die Anschuldigungen der Familie wollte die Reederei gegenüber der Zeitung nicht kommentieren.




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