Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 17.07.2019


Innsbruck

Wohnungsbrand im Olympischen Dorf: Rauchen endete tödlich

Das Feuer war nach Mitternacht ausgebrochen.

© Zeitungsfoto.atDas Feuer war nach Mitternacht ausgebrochen.



Knapp zwei Wochen nach dem tragischen Brand in einer Innsbrucker Wohnung ist die Ursache weitgehend geklärt. Das Landeskriminalamt geht von einem „fahrlässigen Umgang mit Rauchwaren" aus. Wie berichtet, fand dabei der 52-jährige Mieter den Tod.

Es war in der Nacht zum 4. Juli gegen ein Uhr, als bei der Berufsfeuerwehr der Alarm einging. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Wohnung in der Schützenstraße bereits in Vollbrand, Flammen loderten aus den geborstenen Fenstern. Die Feuermehrmänner mussten das Haus evakuieren, die Mieter konnten erst Stunden später in ihre Wohnungen zurückkehren. Nach den Löscharbeiten fanden die Einsatzkräfte in der Wohnung die Leiche des 52-jährigen Mieters. Wie die Obduktion noch am 4. Juli ergab, war der Mann an den Folgen einer Rauchgasvergiftung gestorben. Die Brandursache war zunächst unklar. Jetzt nicht mehr: „Die Untersuchungen haben ergeben, dass eine technische Ursache (z. B. Kurzschluss; Anm.) ausgeschlossen ist", sagt Christoph Hundertpfund, stv. Leiter des Landeskriminalamtes: „Auch Brandstiftung scheidet aus." Allerdings stießen die Ermittler auf Hinweise, dass mit großer Wahrscheinlichkeit „eine Zigarette oder auch Zigarre das Feuer ausgelöst hat", erklärt Hundertpfund. (tom)