Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 31.07.2019


Bezirk imst

Rosengartenschlucht blieb nach Steinschlag zu

Nach einem Steinschlag auf eine 34-jährige Wanderin am Montag wurde die Klamm gestern gesichert.

Am Eingang zur Rosengartenschlucht am Imster Johannesplatz wurden Wanderer gestern über die Sperre informiert.

© PaschingerAm Eingang zur Rosengartenschlucht am Imster Johannesplatz wurden Wanderer gestern über die Sperre informiert.



Imst – Nachdem am Montagnachmittag gegen 17 Uhr eine 34-jährige Deutsche von einem Volleyball-großen Stein getroffen wurde (die TT berichtete), stand am gestrigen Dienstag die Sicherung der Rosengartenschlucht an erster Stelle der Aufgaben des Imster Bauhofes. Der Stein hatte sich im Bereich unterhalb der so genannten Wasserfallbrücke aus der Felswand gelöst und die Wanderin, die von Hoch-Imst in Richtung Stadtzentrum unterwegs war, am Kopf verletzt. Sie wurde mit dem Hubschrauber mittels Tau geborgen und anschließend ins Krankenhaus Zams geflogen.

Für Roland Thurner, Kommandant der Imster Stadtfeuerwehr und Leiter des Imster Bauhofes, kommt in erster Linie die Witterung der letzten Tage als Ursache in Betracht: „Es dürfte ein Zusammenspiel von Niederschlägen und starkem Wind gewesen sein.“ Jedenfalls blieb die Schlucht am Dienstag gesperrt: „Wir räumen noch das restliche Material aus.“

Die Rosengartenschlucht ist bei Wanderern sehr beliebt – erst vor einer Woche wurde der 50.000. Besucher geehrt. Für die Erhaltung ist die Stadtgemeinde zuständig: Jedes Jahr vor Saisonbeginn ist eine Spezialfirma drei Wochen mit der Sicherung der Schlucht beschäftigt. Dazu kommen auch manchmal Hubschrauberflüge, wenn absturzgefährdete Bäume ausgeflogen werden. Die Stadt wendet für diese oft sehr aufwändigen Arbeiten jährlich bis zu 50.000 Euro auf. (pascal)