Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 12.08.2019


Bezirk Landeck

Brand in Tobadill: Siebenköpfige Familie verlor Zuhause

In der Garage eines Einfamilienhauses in Tobadill brach am Samstagabend ein Brand aus. Die Flammen griffen auf das Wohnhaus über. Die Bewohner verloren vorübergehend ihr Dach über dem Kopf.

Das Holzhaus wurde beim Brand am Samstagabend schwer beschädigt. Die Familie fand bei Verwandten Unterschlupf.

© zeitungsfoto.atDas Holzhaus wurde beim Brand am Samstagabend schwer beschädigt. Die Familie fand bei Verwandten Unterschlupf.



Tobadill – Nach dem Brand eines Einfamilienhauses in Tobadill verlor eine siebenköpfige Familie zumindest vorübergehen ihr Dach über dem Kopf. Obdachlos ist das Ehepaar mit den fünf Kindern allerdings nicht: „Die Familie kam im Haus der Eltern unter, die etwas unterhalb in unmittelbarer Nähe wohnen“, sagt Martin Auer, Bürger­meister von Tobadill: „Sonst hätt­e auch die Gemeinde eine Unter­bringungsmöglichkeit für die Familie gehabt.“

Wie bereits berichtet, ist der Brand am Samstag kurz nach 18 Uhr ausgebrochen. Und zwar vermutlich in der Garage, wo der 44-jährige Familienvater Schweißarbeiten durchführte. Die Flammen hatten leichtes Spiel. Da das Wohnhaus zu einem guten Teil aus Holz bestand, breitete sich das Feuer rasch über die Fassade auf das gesamte Gebäude aus. Mit seinen Nachbarn versuchte der Hausbesitzer noch, das Heim zu retten. Aber ohne Erfolg – der 44-Jährige und zwei Helfer erlitten Rauchgasvergiftungen und mussten im Krankenhaus von Zams behandelt werden. Schließlich waren 95 Feuerwehrmänner aus Tobadill und Landeck nötig, um die Flammen zu löschen. Bis 4.20 Uhr standen die Männer im Einsatz. Die Mutter und die fünf Kinder überstanden den Brand unverletzt.

Ob das Haus abgerissen werden muss oder doch wieder aufgebaut werden kann, war zunächst unklar. „Am Montag kommt der Statiker, dann wissen wir vermutlich mehr“, meint Bürgermeister Auer. (TT)




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