Letztes Update am Di, 27.08.2019 19:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Nashornbulle in Safaripark in Hodenhagen attackierte Auto

Was den tonnenschweren Nashornbullen so in Wut versetzt habe, sei laut Park-Geschäftsführer unklar. Das Tier rammte den Wagen einer Pflegerin so heftig, dass er sich dreimal überschlug.

(Symbolfoto)

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Hodenhagen — Ein wütender Nashornbulle hat im Serengeti-Park bei Hodenhagen im deutschen Bundesland Niedersachsen das Auto einer Pflegerin angegriffen und umgeworfen. Die Frau sei bis auf blaue Flecken nicht verletzt worden, sagte Park-Geschäftsführer Fabrizio Sepe am Dienstag.

Ein Besucher, der auf einem parkeigenen Jeep durch das Gelände gefahren war, filmte die Attacke des 30 Jahre alten Bullen „Kusini". Das Video wurde von der Bild-Zeitung veröffentlicht.

Sepe sagte, es sei unklar, was den tonnenschweren Nashornbullen am Montagabend so in Wut versetzt habe. „Kusini" rammte den Kleinwagen der Pflegerin so heftig, dass dieser sich dreimal überschlug. Sie rettete sich in ein Auto von Kollegen, die ihr zu Hilfe kamen. „Den Besuchern hätte nichts passieren können", stellte Sepe klar.

Seinen Angaben nach lebt der Bulle seit eineinhalb Jahren im Safaripark und wird noch eingewöhnt. Er dürfe nur morgens und abends in das Gelände, wenn dort parkeigene Fahrzeuge unterwegs seien, aber keine Besucher mit ihren eigenen Wägen. „Kusini" sei ein „ganz wertvolles Tier" und hätte im Park zur Zucht eingesetzt werden sollen, sagte der Geschäftsführer. Er sei aber wohl nicht tauglich für einen Safaripark und solle an einen Zoo abgegeben werden. Im Mai wurde in dem Serengeti-Park ein Tierpfleger verletzt, der aus Versehen in ein Gehege mit zwei Löwen geraten war. (APA/dpa)