Letztes Update am Sa, 07.09.2019 13:53

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bezirk Reutte

250 Meter abgestürzt: Wanderer nach Suche im Lechtal tot geborgen

Ein 50-jähriger Alpinist war auf dem Grat vom Lagjoch in Richtung Karlesspitze ins Stolpern gekommen und rund 250 Meter abgestürzt. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Im Lechtal wurde am Freitag bei Nebel nach einem abgestürzten Alpinisten gesucht.

© ZOOM.TIROLIm Lechtal wurde am Freitag bei Nebel nach einem abgestürzten Alpinisten gesucht.



Gramais – Nur noch tot geborgen werden konnte ein 50-jähriger Wanderer, der seit Freitagabend im Lechtal gesucht wurde.

Auf 2000 Metern Höhe war der Deutsche am Freitagnachmittag mit drei Begleitern, einem Mann und zwei Frauen, von Häselgehr in Richtung Wannenspitz unterwegs gewesen. Die Gruppe wollte den Grat vom Lagjoch in Richtung Karlesspitze überqueren, als die Wetterverhältnisse immer schlechter wurden. Der 50-Jährige kam auf dem Grat, auf dem bereits eine leichte Schneeauflage lag, gegen 15.30 Uhr ins Stolpern und stürzte rund 250 Meter über felsdurchsetztes Gelände ab.

Seine drei Begleiter setzten sofort einen Notruf ab. Der Rettungseinsatz gestaltete sich wegen Nebel und Schneefall auf dem Joch sehr schwierig. Suchflüge mit dem Hubschrauber waren laut Polizei nicht möglich. Die 17 Retter der Bergrettung Elbigenalp konnten nur so weit es die Sicht zuließ in Richtung Unfallstelle gebracht werden und setzten die Suche zu Fuß fort. Gegen 20 Uhr fanden sie den Verunglückten und konnten nur noch seinen Tod feststellen.

Die Begleiter des Abgestürzten wurden von der Bergrettung schwer geschockt ins Tal begleitet und vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut. Am Samstagmorgen gegen 7.15 Uhr konnte die Leiche des 50-Jährigen schließlich geborgen werden. (TT.com)