Letztes Update am Mo, 09.09.2019 11:20

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck

Massenkarambolage durch Überholmanöver in Innsbruck

Mehrere Verletzte und jede Menge Blechschaden gab es am Sonntag bei einem Unfall in der Innsbrucker Schlossstraße. Unfallverursacher war ein 50-jähriger Deutscher, der glaubte, auf einer mehrspurigen Einbahnstraße unterwegs zu sein.

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© Thomas Boehm / TT



Innsbruck – Ein Missverständnis führte am Sonntagnachmittag in der Innsbrucker Schlossstraße zu einer regelrechten Massenkarambolage mit mehreren Verletzten: Weil ein 50-jähriger Deutscher gegen 12.30 Uhr beim Bergwärtsfahren glaubte, auf einer mehrspurigen Einbahnstraße unterwegs zu sein, setzte er zum Überholen eines vor ihm fahrenden Busses an. Das war ein fataler Fehler, wie sich schnell herausstellen sollte:

Noch während der Deutsche, in dessen Auto seine 53-jährige Ehefrau und ein 57-jähriger Bekannter mitfuhren, auf Höhe des Busses unterwegs war, kam ihm das Auto einer 52-jährigen Landsfrau entgegen. Bei ihr im Fahrzeug befand sich eine 85-jährige Deutsche als Beifahrerin.

Nachfolgende Autofahrer stießen zusammen

Der Lenker des Busses, ein 59-jähriger Italiener, erkannte sofort, dass die beiden Autos auf eine Kollision zusteuern würden. Deshalb lenkte er so weit nach rechts wie möglich, um dem überholenden Deutschen mehr Platz zu verschaffen. Auch die entgegenkommende Frau fuhr ganz an den rechten Rand, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Leider half alles nichts: Der 50-Jährige stieß mit dem Auto im Gegenverkehr zusammen. Dadurch wurde der Pkw der Frau zusätzlich gegen die Leitschiene gedrückt. Die insgesamt fünf Insassen der beiden beteiligten Pkw, sowie die Insassen des Busses blieben durch den Unfall unverletzt.

Weniger Glück hatten die nachkommenden Autofahrer: Ein hinter der 52-Jährigen nachkommender 45-jähriger Deutscher reagierte zwar noch rechtzeitig und bremste ab, die hinter ihm fahrende 48-jährige Österreicherin konnte einen Zusammenstoß auf der regennassen Fahrbahn trotz Notbremsung allerdings nicht mehr verhindern. Durch die Kollision wurden sowohl der 45-Jährige und seine 49-jährige Ehefrau sowie die 16-jährige Tochter als auch die 48-Jährige und ihre 22-jährige Tochter unbestimmten Grades verletzt.

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Die Berufsfeuerwehr Innsbruck stand mit drei Fahrzeugen, die Rettung ebenfalls mit drei Fahrzeugen, einem Notarzt sowie einem Einsatzleiter und die Polizei mit mehreren Streifen im Einsatz. Im Bereich der Unfallstelle wurde der Verkehr für die Dauer von eineinhalb Stunden wechselseitig angehalten. (TT.com)