Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 28.09.2019


Tirol

Bisher 26 Verkehrstote auf Tirols Straßen im heurigen Jahr

Die Gesamtzahl der Unfälle ist in etwa gleich geblieben, einen Rückgang gibt es aber bei den tödlichen Verkehrsunfällen.

Zuletzt ereigneten sich in Tirol zwei schwere Unfälle, bei denen die Fahrzeuge in Flammen aufgingen.

© LIEBL Daniel | zeitungsfoto.atZuletzt ereigneten sich in Tirol zwei schwere Unfälle, bei denen die Fahrzeuge in Flammen aufgingen.



Der Herbst und damit das Ende der Hauptreise- und Urlaubszeit sind für Verkehrsexperten und Exekutive ein passender Zeitpunkt, eine erste Zwischenbilanz über das Unfallgeschehen im Straßenverkehr zu ziehen. Und die fällt in Tirol im Vergleich zum vergangenen Jahr etwas positiver aus. Laut Markus Widmann, Leiter der Landesverkehrsabteilung der Tiroler Polizei, ist zwar die Gesamtzahl der Unfallgeschehen in etwa gleich gebleiben, einen Rückgang gibt es aber bei den tödlichen Verkehrsunfällen. So sind bisher im ersten dreiviertel Jahr 26 Menschen auf Tirols Straßen tödlich verunglückt — um vier weniger als im Vergleichszeitraum 2018. Insgesamt kamen voriges Jahr 36 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, 4800 wurden verletzt.

Auffällig heuer ist vor allem der Rückgang bei den tödlichen Motorradunfällen. 2019 sind bis jetzt acht Biker in Tirol ums Leben gekommen, vergangenes Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt bereits 15. Allerdings könne sich im letzten Quartal des Jahres noch einiges tut, warnt Widmann davor, das Minus bei den tödlichen Unfällen überzubewerten. „Die Motorradsaison beispielsweise ist noch nicht vorbei, bis zum letzten Oktoberwochenende werden noch viele Biker unterwegs sein", so Widmann. Dazu würden dann die herbstlichen Verhältnisse mit Laub auf den Straßen, nassen Fahrbahnen und schlechter Sicht kommen — alles potentielle Unfallfaktoren.

Auffällig in der jüngsten Vergangenheit waren zwei schwere tödliche Verkehrsunfälle, bei denen die Unfallfahrzeuge in Flammen aufgingen. Obwohl gesetzlich nicht vorgeschrieben, mache es durchaus Sinn, im Auto einen Handfeuerlöscher mitzuführen, meint Widmann. Damit könne zumindest ein kleines Feuer oder ein Schwelbrand bekämpft werden. Wenn ein Fahrzeug in Vollbrand steht, gehe es jedoch nicht mehr ohne eine professionelle Brandbekämpfung durch die Feuerwehr. (np)

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