Letztes Update am Do, 10.10.2019 19:09

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Großbrand

Drei Schwerverletzte bei Brand in Linzer Recycling-Firma

Im Bereich des Flughafens Hörsching bei Linz ist am Donnerstagvormittag ein Großbrand ausgebrochen. Acht Feuerwehren standen im Einsatz.

Bei einer Explosion in einem Entsorgungsbetrieb in Hörsching (Bezirk Linz-Land) sind am Donnerstag, 10. Oktober 2019, neun Personen verletzt worden.

© APABei einer Explosion in einem Entsorgungsbetrieb in Hörsching (Bezirk Linz-Land) sind am Donnerstag, 10. Oktober 2019, neun Personen verletzt worden.



Linz — Drei Mitarbeiter eines Entsorgungsbetriebs in Hörsching (Bezirk Linz-Land) haben bei einer Explosion und einem folgenden Brand am Donnerstag schwere Verletzungen erlitten. Ein 44-Jähriger wurde in die Klinik München-Bogenhausen geflogen, ein 46-Jähriger ins AKH Wien und ein 38-Jähriger in ein Linzer Krankenhaus. Sechs leichter Verletzte kamen in Linzer Spitäler.

Die Explosion um 8.10 Uhr ging von einer Pressmaschine in einer Halle aus, sagte der Einsatzleiter Andreas Platzer von der Feuerwehr Hörsching der APA. Beim Eintreffen der Feuerwehr - insgesamt standen 250 Mann im Einsatz - hatten bereits alle Mitarbeiter das Gebäude verlassen, die Verletzten waren von ihren Kollegen hinaus gebracht worden. Mehr als 20 Personen hatten sich in der Halle, in der Plastik entsorgt wird, befunden. Die große Detonation habe Fenster und Fensterstöcke herausgerissen, auch die Brandschutztür zum angrenzenden Bau hielt ihr nicht stand.

"Die dritte Halle haben wir halten können", berichtete Platzer. Darauf habe man sich konzentriert und dann mit Spezialgeräten und Großlöschtankwagen gegen die Flammen gekämpft. "Um 10.30 Uhr hatten wir den Brand unter Kontrolle."

Insgesamt 35 Fahrzeuge waren an dem Einsatz beteiligt. Am Nachmittag waren zwei Abrissbagger angefordert, um das Dach wegzureißen, so dass weitere Brandherde - "das sind Riesentürme" - ausgemacht und gelöscht werden konnten. In der Halle seien noch Ballen mit gepresstem Müll, in der Maschine, von der die Detonation ausging, noch Material drin, erklärte der Einsatzleiter. Einige der 18 Feuerwehren seien zwar heimgeschickt worden, man sei aber auf einen Einsatz auch die Nacht über vorbereitet.

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Insgesamt standen 18 Feuerwehren mit 250 Mann im Einsatz.
Insgesamt standen 18 Feuerwehren mit 250 Mann im Einsatz.
- APA

Ermittler des Landeskriminalamts und der Brandverhütungsstelle seien zwar an Ort und Stelle gewesen, konnten aber die Halle, von der das Feuer ausging, noch nicht betreten. Somit war auch die Ursache des Unglücks weiterhin unklar. Die Anweisung an die Bevölkerung, die Fenster zu schließen, war bereits am späten Vormittag widerrufen worden, da keine Gefahr drohe, sagte ein Polizeisprecher der APA. Auch der Betrieb des nahe gelegenen Flughafens war nicht beeinträchtigt. (APA)