Letztes Update am Do, 17.10.2019 11:44

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Nach Todesfällen bei Paketdienst: Obduktionsergebnis liegt vor

Zwei Mitarbeiter eines Logistikzentrums in Sachsen-Anhalt werden tot aufgefunden. Nach der Obduktion steht nun fest: Die Männer starben eines natürlichen Todes.

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Haldensleben – Nach dem rätselhaften Tod zweier Mitarbeiter eines Paketzentrums in Sachsen-Anhalt liegt das Obduktionsergebnis vor. Die Untersuchungen in der Rechtsmedizin ergaben keine Hinweise auf Vergiftungen – die Männer starben eines natürlichen Todes.

Dass bei den Fällen giftige Stoffe eine Rolle spielten, schlossen die Ermittler bereits im Vorfeld aus. Sie gingen von einem Zufall aus. „Die Tatortarbeit ist sehr umfangreich und akribisch gelaufen. Es gab keinerlei Hinweise auf gesundheitsgefährdende Stoffe“, sagte Polizeisprecher Frank Küssner am Dienstag in Magdeburg.

Arbeit bei Paketdienst geht weiter

In dem betroffenen Hermes-Versandzentrum, in dem mehr als 3000 Menschen arbeiten, lief die Arbeit nach rund 24 Stunden Schließung am Mittwochabend wieder an. 70 bis 100 Beschäftigte sollten in der Nachtschicht zunächst mit vorbereitenden Tätigkeiten befasst sein, sagte ein Sprecher der Firma am Abend. Von Donnerstag an solle dann der Stau bei den Paketsendungen in dem Zentrum in Sachsen-Anhalt aufgelöst werden.

Hermes-Geschäftsführer Andreas Stumpf sagte, es herrsche große Betroffenheit in der Belegschaft des Logistikzentrums. „Unsere Aufgabe wird es jetzt sein, die Mitarbeiter aufzuklären, zu informieren, was letztendlich hier tatsächlich vorgefallen ist, so dass sie wieder an den Arbeitsplatz gehen können.“

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Auf dem Gelände des Versandzentrums war in der Nacht zum Dienstag zunächst ein Toter entdeckt worden. Der 58-Jährige soll zusammengebrochen und vor Ort gestorben sein. Laut Hermes handelt es sich um einen Mitarbeiter aus der Betriebstechnik, der keinen Kontakt zu Paketen hatte. Am Nachmittag wurde dann in Haldensleben in einem Transportfahrzeug von Hermes ein weiterer Mitarbeiter tot gefunden. Der 45-Jährige saß leblos auf dem Fahrersitz.

Die beiden Todesfälle führten bis in den frühen Mittwochmorgen hinein zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. 120 Kräfte waren im Einsatz. (dpa)