Letztes Update am Do, 14.11.2019 09:49

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Australien

Buschbrände in Australien wüten weiter: Vier Tote, zwei Festnahmen

Die katastrophalen Buschbrände im Osten Australiens breiten sich weiter aus. Eine Fläche fast so groß wie ganz Tirol ist bereits abgebrannt. Vier Menschen wurden bereits getötet. Die Polizei nahm zwei mutmaßliche Brandstifter fest – viele der Feuer wurden absichtlich gelegt.

Immer noch sind viele Feuer nicht unter Kontrolle.

© AFPImmer noch sind viele Feuer nicht unter Kontrolle.



Canberra – Bei den verheerenden Buschbränden in Australien ist die Zahl der Todesopfer auf nunmehr vier gestiegen. Bei Löscharbeiten in Kempsey im Bundesstaat New South Wales wurde am Donnerstag die Leiche eines Mannes entdeckt. Dabei handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 58-jährigen Australier, der seit mehreren Tagen als vermisst galt. Zudem nahm die Polizei zwei Verdächtige im Alter von 16 und 20 Jahren als mutmaßliche Brandstifter fest. Viele der Feuer wurden absichtlich gelegt.

Durch die Flammen sind in New South Wales und im benachbarten Bundesstaat Queensland bereits mehr als 12.000 Quadratkilometer Buschland abgebrannt. Beide Regionen haben den Notstand ausgerufen. Zum Vergleich: Tirol hat eine Fläche von 12.600 Quadratkilometern.

Große Trockenheit

In verschiedenen Orten wurden die Menschen gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Australiens Ostküste ist auch bei Touristen sehr beliebt. Am Donnerstag breiteten sich die Brände zumindest nicht mehr in größerem Umfang aus.

In der Nähe von Wollongong, knapp 80 Kilometer südlich von Sydney, stellte die Polizei einen 20-Jährigen, der einen Buschbrand entfacht hatte. Der Brand sei umgehend gelöscht worden, da die Flammen nur einen kleinen Bereich erfasst hatten. Ein weiterer mutmaßlicher Brandstifter wurde bereits am Mittwochabend im Royal National Park bei Sydney festgenommen.

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Normalerweise beginnt die Zeit der Buschbrände in Australien erst im Dezember, wenn auf der anderen Seite der Erdkugel Sommer ist. In diesem Jahr begann sie jedoch schon im Oktober. Wissenschafter gehen davon aus, dass der Klimawandel das Problem der Buschbrände verstärkt. Sowohl New South Wales als auch Queensland leiden seit längerem unter großer Trockenheit. (dpa)