Letztes Update am Mo, 10.11.2014 09:06

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schweiz

Erdrutsch riss Haus mit: Frau und Kind starben in der Schweiz

Am Mittwochabend wurde ein Haus nahe Lugano nach einem Erdrutsch verschüttet. Für eine 31-Jährige und ein drei Jahre altes Kind kam jede Hilfe zu spät.



Lugano – In einem verschütteten Haus in der Nähe von Lugano in der Schweiz haben Rettungskräfte in der Nacht auf Donnerstag nach intensiver Suche die Leichen einer Frau sowie eines Kleinkindes gefunden. Das Haus war am Mittwoch von einem Erdrutsch mitgerissen worden.

Die Rettungskräfte hätten um 4.30 Uhr die leblosen Körper der 31-Jährigen und des 3-jährigen Kindes gefunden, die im Gebäude gelebt hätten, teilte die Kantonspolizei Donnerstag früh mit. An der Suche waren unter anderen die Feuerwehr, Zivilschützer sowie Suchhunde beteiligt. Für die Familie und die nahestehende Personen sei ein Betreuungsteam im Einsatz.

Nach Angaben der Polizei vom Mittwoch waren kurz nach 18.00 Uhr am Mittwoch rund 4500 Kubikmeter bewaldetes Erdreich am Hang durch den Erdrutsch abgetragen worden. Im unwegsamen Gelände des Malcantone hatten die Einsatzkräfte zunächst Schwierigkeiten, das Terrain abzusichern. Das beschädigte Gebäude stand in einer Waldzone.

Die Straße zwischen Banco und Astano, welche in direkter Nähe zum Unglücksort liegt, wurde aufgrund der Gefahr neuer Erdrutsche am Mittwochabend gesperrt. Sie bleibe gesperrt, teilte die Polizei am Donnerstag weiter mit. (APA/sda)