Letztes Update am Di, 03.03.2015 15:59

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Tote und Schwerverletzter nach Lawinenabgang am Arlberg

Eine Gruppe von australischen Snowboardern trat Dienstagmittag im freien Skiraum am Arlberg eine Lawine los. Alle vier Personen wurden verschüttet, zwei wurden nicht, einer schwer verletzt. Für eine Australierin kam aber jede Hilfe zu spät.

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St. Anton am Arlberg – Am Dienstag gegen 12.30 Uhr mussten Bergretter und Alpinpolizisten am Arlberg zu einem Einsatz nach einem Lawinenabgang ausrücken. Das Unglück ereignete sich im Bereich des Hinteren Rendl im freien Skiraum.

Für eine 27-jährige Snowboarderin kam dabei jede Hilfe zu spät, sie konnte nur noch tot aus den Schneemassen geborgen werden. Die australische Urlauberin war mit drei Kollegen, ebenfalls aus Australien, im alpinen Gelände unterwegs. Zwei von ihnen blieben unverletzt, der vierte Snowboarder der Gruppe musste mit schweren Verletzungen in das Krankenhaus nach Innsbruck geflogen werden.

„Die Gruppe hat die Lawine selbst ausgelöst, sie waren ohne Bergführer unterwegs“, schildert der zuständige Polizist der Inspektion St. Anton am Arlberg gegenüber TT Online. Im Einsatz standen neben Bergrettung und Alpinpolizei auch zwei Hubschrauber. Die Erhebungen zum genauen Unfallhergang seien noch nicht abgeschlossen, hieß es von Seiten der Polizei.

Ein zweiter Lawinenabgang am Arlberg ging am Dienstag glimpflich aus: Um 12.40 Uhr ging bei der Leitstelle eine Meldung über einen Lawinenabgang in der Verwallgruppe ein. Dabei wurde aber laut Informationen der Polizei St. Anton niemand verschüttet oder verletzt. (saku, TT.com)