Letztes Update am Fr, 07.08.2015 11:28

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Von Freunden verraten: Polizei zerschlug Innsbrucker Jugendbande

Auf das Konto der sieben amtsbekannten Burschen gehen zahlreiche Einbrüche und Diebstähle. Über dies sollen sie einen Schaden im fünfstelligen Bereich verursacht haben.

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© BöhmSymbolfoto.



Innsbruck - Die Innsbrucker Polizei hat nach monatelangen Ermittlungen eine siebenköpfige Jugendbande zerschlagen. Diese soll über Jahre im Raum Reichenau, Pradl und O-Dorf ihr Unwesen getrieben und einen Schaden im fünfstelligen Bereich angerichtet haben. Die sieben amtsbekannten Burschen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren sollen neben zahlreichen Einbrüchen Motorrad-, Moped- und Ladendiebstähle begangen haben, teilte die Polizei am Freitag mit. Zudem hätten die Ermittler den Jugendlichen diverse Sachbeschädigungen und Vergehen nach dem Suchtmittelgesetz nachgewiesen.

Im Zuge der Vernehmungen hätten die Burschen „offen ausgesprochen“, dass sie sich Mopeds oder Moped-Ersatzteile, Spielkonsolen, Smartphones und sonstige Elektronikgeräte „geholt“ hätten, sobald sie diese brauchten. „Unter ‚holen‘ ist dabei jedoch der Diebstahl durch Einbruch in Innsbrucker Wohnungen bzw. Diebstählen aus bekannten Innsbrucker Elektronikmärkten zu verstehen“, schreibt die Polizei. Auch in ein Pfarrheim sollen sie eingebrochen sein.

Eigene Freunde bestohlen

Als sie damit begonnen hätten, ihre eigenen Freunde bzw. deren Freundinnen zu bestehlen, wurden sie von diesen bei der Polizei verraten und angezeigt. Ein 16-Jähriger, der laut Polizei einer der führenden Köpfe der Bande sein dürfte, wurde in Untersuchungshaft genommen. Ein 17-jähriger in Innsbruck lebender Schweizer konnte sich diesem Schicksal entziehen, da er bereits vorher in ein „Resozialisierungscamp“ nach Griechenland abgereist war, erklärte die Polizei. (TT.com)