Letztes Update am Mi, 09.12.2015 14:20

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA

FBI verbessert Statistiken über tödliche Polizeigewalt

Laut „Washington Post“ starben in diesem Jahr landesweit bereits 918 Menschen bei Polizeieinsätzen.

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Washington – Die US-Bundespolizei FBI will bessere Statistiken über Fälle tödlicher Polizeigewalt führen. Ein neues Erfassungssystem, das bis 2017 eingeführt wird, soll neben tödlichen Schüssen auch andere gewaltsame Auseinandersetzungen dokumentieren, bei denen Menschen schwer oder tödlich verletzt wurden, berichtete die Zeitung „Washington Post“ (Dienstag).

Es gehe nicht nur um Schüsse, sondern „auch um Pfefferspray und sogar um Fäuste und Füße“, schrieb das Blatt unter Berufung auf einen ranghohen Beamten aus der FBI-Führung. „Die Menschen wollen wissen, was die Polizei macht und warum Gewalt eingesetzt wird“, sagte Stephen L. Morris, der die Öffentlichkeitsarbeit der Bundespolizei betreut. „Das ist immer wieder nach unten gerutscht. Nun hat es oberste Priorität“.

In den vergangenen zwölf Monaten hatte es in den USA eine Reihe spektakulärer Fälle tödlicher Polizeigewalt gegeben, zum Teil gegen unbewaffnete Menschen. Laut „Washington Post“ starben in diesem Jahr landesweit bereits 918 Menschen bei Polizeieinsätzen. (APA/dpa)