Letztes Update am Sa, 26.12.2015 11:24

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Justiz und Kriminalität

Mahnwache nach Anschlag auf deutsche Flüchtlingsunterkunft

Nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im deutschen Schwäbisch Gmünd haben Bürger in dem Ort gegen Fremdenfeindlichkeit demonstriert.

Feuerwehrmänner werfen Schatten an die Wand am 25. Dezember beim Einsatz in einer im Bau befindlichen Flüchtlingsunterkunft in Schwäbisch Gmünd.

© APA/dpa/SDMG / FriebeFeuerwehrmänner werfen Schatten an die Wand am 25. Dezember beim Einsatz in einer im Bau befindlichen Flüchtlingsunterkunft in Schwäbisch Gmünd.



Schwäbisch Gmünd – Schwäbisch Gmünd – Nach dem mutmaßlichem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im baden-württembergischen Schwäbisch Gmünd haben sich mehr als 300 Bürger am Freitagabend zu einer Mahnwache vor dem Gebäude versammelt. Redner unterschiedlicher Parteien wandten sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung und Intoleranz, wie die Stadt mitteilte.

Oberbürgermeister Richard Arnold (CDU) sagte, die „feige Tat“ sei ein Angriff auf die Demokratie. Die gesamte Stadt und die gesamte Gesellschaft müssten sich deutlich gegen diese Entwicklung stellen. An der Mahnwache vor der im Bau befindlichen neuen Flüchtlingsunterkunft beteiligten sich Vertreter aller Parteien, Stadträte, Kirchenvertreter sowie Vertreter von Vereinen, Gruppen und Einrichtungen.

Am frühen Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags hatte die Streife der Werksfeuerwehr eines in der Nähe ansässigen Unternehmens zufällig das Feuer entdeckt. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen von Brandstiftung aus. Da der Brand relativ schnell entdeckt und gelöscht wurde, war der Sachschaden an der geplanten Gemeinschaftsunterkunft nur gering. Menschen kamen nicht zu Schaden. In dem neuen Gebäudekomplex sollen im Frühjahr rund 120 Flüchtlinge untergebracht werden.

In den vergangenen Monaten hatte es deutschlandweit immer wieder Anschläge auf geplante und teilweise auch schon bewohnte Flüchtlingsunterkünfte gegeben. (APA/AFP)