Letztes Update am So, 22.05.2016 11:38

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Taunus: Mehr als 50 Zeugenhinweise zu möglichem Serienmord

Ein Fernsehbeitrag soll den Ermittlern im Fall des mutmaßlichen Serienmörders Manfred S. weiterhelfen.

Die sterblichen Überreste einer Prostituierten wurden in der Garage des Verdächtigen in Schwalbach gefunden.

© APA/AFP/dpa/FREDRIK VON ERICHSENDie sterblichen Überreste einer Prostituierten wurden in der Garage des Verdächtigen in Schwalbach gefunden.



Wiesbaden – Im Fall des mutmaßlichen Serienmörders Manfred S. hofft die Polizei noch am Wochenende auf weitere Zeugenhinweise. Dabei setzen die Ermittler vor allem auf einen Fernsehbeitrag, der für den Sonntagabend geplant ist, wie ein Sprecher der zuständigen Sonderkommission mitteilte.

Bis zum Sonntagmorgen waren nach seinen Angaben bereits mehr als 50 Hinweise eingegangen. „Darunter sind auch zwei, die uns Hoffnung machen“, sagte er. Nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) werden die Informationen nun ausgewertet und analysiert.

Die Polizei bringt den 2014 verstorbenen Manfred S. aus Schwalbach am Taunus mit bis zu zehn Tötungsdelikten in Verbindung, darunter auch mit dem Mord an dem Jungen Tristan aus Frankfurt-Höchst im Jahr 1998. Als ziemlich sicher gilt, dass S. die Prostituierte Britta D. tötete. Die Tochter des Mannes hatte deren zerstückelte Leiche in einem Fass in der Garage des Vaters entdeckt, als sie nach dessen Tod aufräumte. Britta D. war zu diesem Zeitpunkt vermutlich seit zehn Jahren tot. (dpa)