Letztes Update am Mi, 29.06.2016 12:11

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Festnahme

Österreicher auf Gran Canaria unter Mordverdacht

Ein 52-jähriger Wiener soll seine Ex-Freundin getötet haben.

Symbolfoto

© MEV-Verlag, GermanySymbolfoto



Gran Canaria – Ein Österreicher ist auf der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria wegen Mordverdachts festgenommen worden. Der 52-jährige Wiener soll seine Ex-Freundin getötet haben, berichteten die lokale Tageszeitung „La Provincia“ sowie die „Kronen Zeitung“. Das österreichische Außenministerium bestätigte am Mittwoch die Verhaftung.

Die Tat wurde am Donnerstag vergangener Woche in San Fernando de Maspalomas verübt. Der neue Lebensgefährte der Ukrainerin, ein Italiener, hatte die 37-Jährige untertags telefonisch nicht erreicht. Gegen Mitternacht fuhr er zu ihrem Apartment. In der Badewanne fand er seine Freundin tot, die Frau hatte Würgemale am Hals und dürfte zudem mehrere Schläge erlitten haben, berichtete „La Provincia“.

Gericht hält Akt unter Verschluss

Zunächst stand der Ex-Mann der Mutter einer Siebenjährigen unter Verdacht und wurde festgenommen. Der Verdacht gegen ihn erhärteten sich jedoch nicht, der Deutsche wurde mittlerweile wieder freigelassen. Weitere Ermittlungen führten zu dem Wiener, der ein Verhältnis mit der Ukrainerin gehabt hatte.

Die spanischen Ermittler gehen von einem Fall von häuslicher Gewalt aus, die Frau dürfte in der Wanne ertränkt worden sein. Nachbarn berichteten laut „La Provincia“ über Lärm, den sie Donnerstagnachmittag aus der Wohnung gehört hatten. Es habe geklungen wie das Verrücken von Möbeln.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Mehr Details zu dem Fall gab es nicht, das Gericht hält den Akt unter Verschluss. Für Dienstagmittag war eine Einvernahme des Wieners angesetzt. Die österreichischen Behörden haben Kontakt mit dem 52-Jährigen aufgenommen. Eine Hilfestellung durch das auf Gran Canaria ansässige Konsulat lehnte der 52-Jährige jedoch ab, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Thomas Schnöll. (APA)