Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 26.08.2016


Justiz und Kriminalität

Bekenntnis zur Aufstockung der Wörgler Stadtpolizei

Erst gestern wurden die neuen Räume für Stadtpolizei und Vermittlung eröffnet, schon gibt es eine Sicherheitsdebatte.

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© Michael Mader



Von Michael Mader

Wörgl – Das Thema Sicherheit stand im Vordergrund der Ansprachen bei der gestrigen Eröffnung der neuen Räume für die Telefon-Vermittlung und die Stadtpolizei im Stadtamt Wörgl.

Bürgermeisterin Hedi Wechner betonte, dass sie schon im Jahre 2007 eine Aufstockung der Polizei gefordert hätte und froh darüber ist, dass es nunmehr vier Polizisten, zwei Verwaltungsbedienstete und eine Dame für die Verkehrs- und Parkraumüberwachung gebe: „Ich würde aber gerne noch personell aufstocken. Es ist wichtig, dass die Polizei von den Menschen in Wörgl wahrgenommen wird. Dazu haben wir auch vor einigen Jahren ein sichtbares Zeichen nach außen gesetzt und ein Auto für die Stadtpolizei angeschafft.“ Wechner werde immer wieder von Leuten angesprochen. Sei es das Thema Flüchtlinge oder Terroranschläge: „Mit der Stadtpolizei versuchen wir, dem subjektiven Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung Rechnung zu tragen.“

Unterstützung erhält sie dabei von Nationalrätin Carmen Schimanek: „Wie wir die Zusammenarbeit mit der Liste Hedi Wechner gemacht haben, war eines unserer gemeinsamen Ziele, auch die Sicherheit auszubauen.“ Der erste Schritt sei gemacht, eine Aufstockung unterstütze sie.

Ebenso kam quasi grünes Licht von Stadtrat Emil Dander, dem Referenten für Mobilität und Verkehrswesen: „Ich unterstütze es voll, die Kopfzahl zu erhöhen.“

„Wir merken tagtäglich an der Front, dass die Spinner immer mehr werden“, fand Bezirkshauptmann Christoph Platzgummer klare Worte. Er sei froh, dass es Gemeinden gebe, welche die Stadtpolizei ausbauen wollen. „Wir wisse­n, dass die Bevölkerung ein sehr großes Sicherheitsbedürfnis hat.“

Das sieht auch der Leiter der Polizeiinspektion Hubert Baldemair so: „Wörgl ist eine stark aufstrebende Stadt – bei der Bevölkerung und auch bei den Flüchtlingen.“ Es sei auch nicht in Sicht, dass die Bundespolizei aufgestockt werde.

Dabei gab es laut Wechner sogar einmal das Ansinnen, die Stadtpolizei in Wörgl völlig aufzulösen. „Da haben wir aber von der Landespolizeidirektion den Hinweis bekommen, dass wir dann kein­e Möglichkeit haben, wieder einmal eine zu bekommen“, erinnert sich Wechner.

Gekostet hat der u. a. behinderten­gerechte Umbau 186.000 Euro. Zumindest glaubt Wechner, die veranschlagte Summe auch ein­halten zu können.