Letztes Update am Di, 13.09.2016 10:46

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Feuerwehreinsatz

Innsbruck: Sonnenbrillen-Dieb sprang auf der Flucht in die Sill

Einen denkbar schlechten Weg suchte sich ein Dieb auf seiner Flucht aus: Er wollte durch die Sill. Damit löste er einen großen Rettungseinsatz aus.

Der 17-Jährige wurde von der Rettung in die Klinik gebracht.

© zeitungsfoto.at/Liebl DanielDer 17-Jährige wurde von der Rettung in die Klinik gebracht.



Innsbruck — 14 Mann der Berufsfeuerwehr mussten am Dienstagvormittag ausrücken, weil sich ein 17-jähriger Nordafrikaner auf seiner Flucht den denkbar schlechtesten Fluchtweg ausgesucht hatte.

Er wollte auf Höhe St. Bartlmä durch die Sill waten, um der Polizei zu entkommen. Durch das Dickicht kam er aber nicht heraus. Die Feuerwehrleute holten den Mann aus dem Wasser. „Das Ganze hat nicht lange gedauert, der Mann konnte sich im Wasser noch selbstständig bewegen, und wurde dann mit unserer Hilfe ans Ufer gebracht", schildert Marcus Wimmer von der Berufsfeuerwehr Innsbruck. Bei der Aktion hat der Mann aber offenbar doch etwas viel Wasser geschluckt — er musste notärztlich behandelt werden und mit Unterkühlungen in die Klinik eingeliefert werden.

Laut Hubert Tonhauser von der Polizei Pradl hatte der Dieb zuvor aus einem Geschäft in der Nähe des Rapoldiparks zwei Sonnenbrillen gestohlen. Er war im Vorfeld im Bereich Pradl bereits aufgefallen, weil er Drogen bei sich hatte. Laut Tonhauser kann es durchaus sein, dass der Dieb unter Drogeneinfluss stand, als er durch die Sill watete. Der 17-Jährige wurde zur Beobachtung in die Klinik gebracht.

Eine der Brillen konnte sichergestellt werden, die andere ist wohl verloren gegangen. Neben der Feuerwehr waren noch unzählige Polizeibeamte und Rettungskräfte im Einsatz. Auch die Wasserrettung war zuvor alarmiert worden, konnte aber aufgrund der schnellen Rettung schon am Anfahrtsweg storniert werden. (TT.com)