Letztes Update am Di, 29.11.2016 08:00

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bayern

Mordversuch mit Blutverdünner: Krankenschwester vor Gericht

Der Ehemann sollte innerlich verbluten: Mit Blutverdünnungsmittel soll eine Krankenschwester in Niederbayern versucht haben, ihren Mann zu töten. Das Ziel war es laut Anklage, an das Erbe des Mannes zu kommen. Jetzt steht die Frau vor Gericht.

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© APA/Georg Hochmuth(Symbolfoto)



Landshut – Eine Krankenschwester aus Niederbayern soll versucht haben, ihren Ehemann mit Blutverdünner zu töten. Über einen längeren Zeitraum soll sie dem 66-Jährigen aus Altdorf bei Landshut Blutverdünnungsmittel verabreicht haben. Wegen versuchten Mordes muss sich die 65-Jährige von Dienstag an vor dem Landgericht Landshut verantworten. Das Motiv der Frau soll Habgier gewesen sein.

Nach der Heirat im Jahr 2013 soll die Krankenschwester ihrem Mann immer wieder Blutverdünner verabreicht haben. Ein medizinischer Grund für die Verabreichung habe nicht vorgelegen. Damit das Opfer keinen Verdacht schöpfte, soll die Frau über einen langen Zeitraum den Ehemann in Sicherheit gewogen haben.

Erstmals war es bei dem Ehemann auf einer Urlaubsreise Anfang 2015 zu ungewöhnlichen Blutungen aus Mund und Nase gekommen. Nach der Rückkehr wurde er mehrfach in einem Krankenhaus behandelt, die Ursache konnte aber nicht gefunden werden.

Im Frühsommer wurden die Symptome immer schlimmer: Der Mann hatte Schwindelanfälle und Sehstörungen. Im Juni 2015 stürzte der Ehemann und erlitt eine starke, unaufhörlich blutende Platzwunde am Kopf. Er kam erneut ins Krankenhaus. In der Folge stellten die Ärzte eine lebensbedrohliche Konzentration eines Blutverdünnungsmittels fest.

Weil der 66-Jährige angab, niemals ein solches Mittel genommen zuhaben, fiel der Verdacht auf die Ehefrau. Wenige Tage später kam sie in Untersuchungshaft. Um ihren bisherigen Lebensstil zu sichern, wollte sie laut Anklage an das Erbe des Ehemannes kommen.

Für den Prozess sind insgesamt fünf Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil wird noch im Dezember erwartet. (dpa)


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