Letztes Update am So, 11.12.2016 11:21

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Lebensmittelhandel

Tiertransportgesetz: VGT zeigt Vorarlberger Betrieb an

Unter anderem soll ein Vorarlberger Unternehmen deutsches Schweinefleisch als heimisches verkauft haben.

(Symbolfoto)

© VGT(Symbolfoto)



Bregenz – Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hat gegen einen Vorarlberger Unternehmer Anzeige wegen Verstößen gegen das Tiertransportgesetz erstattet. Unter anderem soll der Zwischenhändler falsche Angaben zu Transportzeiten gemacht haben, teilte der VGT am Sonntag in einer Aussendung mit. Zudem sollen Schweine aus deutschen Großbetrieben als hiesiges Schweinefleisch verkauft worden sein.

Der Zwischenhändler soll die Transportzeit meist mit dreieinhalb Stunden angegeben haben, obwohl die gesamte Transportdauer, inklusive Verladung, Fahrt und Stehzeiten bis zu zehn Stunden betragen habe, so der Vorwurf. Erlaubt seien höchstens acht Stunden. Darüber hinaus sei der große Tiertransporter nicht als solcher gekennzeichnet gewesen und habe über keine Wassertränken verfügt. Dies sei bei derart langen Transportzeiten aber vorgeschrieben. Auch die vorgegebene Einstreu sei „nur im Ansatz“ vorhanden gewesen, meinte der VGT.

Die Schweine aus einem Großbetrieb im deutschen Allgäu seien auf acht Fleischereien aufgeteilt worden, die in ihren Internet-Auftritten laut VGT behaupten, dass ausschließlich Vorarlberger Tiere aus artgemäßer Haltung geschlachtet und verarbeitet würden. Bei persönlichen Verkaufsgesprächen seien Informationen vorenthalten oder Falschinformation gegeben worden. Der VGT ortete im Hinblick auf die Herkunft des Fleisches somit eine Täuschung der Konsumenten. (APA)

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