Letztes Update am Sa, 08.04.2017 10:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Regensburg

Vermisste Studentin: Obduktion bestätigt Tod von Malina K. (20)

Bereits kurz nach dem Leichenfund in der Donau war sich die Polizei sicher: Die Studentin Malina K. ist tot. Jetzt hat ein Obduktionsergebnis den Tod der 20-Jährigen bestätigt. Die junge Frau soll ohne äußere Gewalteinwirkung ertrunken sein.

Eine Spaziergängerin hatte am Freitagmorgen um 8.10 Uhr eine Leiche auf der Donau in Regensburg treiben sehen und die Einsatzkräfte alarmiert.

© dpaEine Spaziergängerin hatte am Freitagmorgen um 8.10 Uhr eine Leiche auf der Donau in Regensburg treiben sehen und die Einsatzkräfte alarmiert.



Regensburg – Fast drei Wochen lang hat die Familie der vermissten Studentin Malina K. aus Regensburg gebangt. Jetzt ist es traurige Gewissheit: Die 20-Jährige ist tot. Eine Spaziergängerin entdeckte die Leiche der jungen Frau in der Donau. Die Polizei ging aufgrund der äußeren Erscheinung und der Bekleidung sehr schnell davon aus, dass es sich um die Studentin handelt, die auf dem Heimweg von einer Party verschwunden war.

Weitere Untersuchungen angekündigt

Endgültige Gewissheit brachte nun eine molekulargenetische Untersuchung. „Bei dem Leichnam handelt es sich zweifelsfrei um die Vermisste“, teilte das Polizeipräsidium Oberpfalz am Samstag mit. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist die junge Frau ertrunken.

An der Frauenleiche seien keine äußerlichen Spuren von Gewalt- oder Fremdeinwirkung entdeckt worden, hieß es jedoch nach sofort eingeleiteten rechtsmedizinischen Untersuchungen. Da die Leiche lange im Wasser gelegen habe, sei auch eine konkrete Todesursache nicht mehr eindeutig feststellbar. Klarheit erhoffen sich die Ermittler nun von weiteren Untersuchungen, die nach Angaben eines Polizeisprechers aber einige Zeit in Anspruch nehmen werden.

Tagelange Suche und TV-Aufrufe

Malina K. war am 19. März auf dem Heimweg von einer langen Party verschwunden. Kurz zuvor hatte die 20-Jährige noch mit einer Mitbewohnerin telefoniert, um sich nach dem Weg zu erkundigen. Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich nach eigenen Angaben im Regensburger Stadtpark. Ihr Handy entdeckte ein Spaziergänger später im wenige Hundert Meter entfernten Herzogspark am Donauufer. Etwa zehn Kilometer davon entfernt wurde jetzt die Leiche entdeckt.

Die Polizei hatte bei der tagelangen Suche Hubschrauber sowie Leichensuchhunde eingesetzt und die Uferböschungen durchkämmt. In der ZDF-Fahndungssendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ und dem RTL-Magazin „stern TV“ wurde der Fall bundesweit bekannt. Konkrete Hinweise gab es danach aber nicht.

Der Vater der Studentin hatte mit Plakataktionen und in sozialen Netzwerken um Hinweise gebeten und sogar eine Belohnung von rund 51.000 Euro ausgesetzt – alles erfolglos. Der Vater wollte sich am Freitagmorgen nicht äußern. „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen wollen“, heißt es. (André Jahnke, dpa)