Letztes Update am Mi, 12.04.2017 22:30

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA

EU fordert US-Staat auf, Todeskandidaten nicht hinzurichten

Der US-Bundesstaat Arkansas will insgesamt acht Exekutionen in zehn Tagen vornehmen. Die EU forderte Arkansas auf, das Leben der Gefangenen zu schonen.

Der Hinrichtungsraum im San Quentin State Prison in Kalifornien (Symbolbild).

© ReutersDer Hinrichtungsraum im San Quentin State Prison in Kalifornien (Symbolbild).



Washington – Die Europäische Union hat den US-Staat Arkansas aufgerufen, das Leben von sieben Gefangenen zu schonen, denen in den kommenden Tagen die Hinrichtung droht. In einer Erklärung vom Mittwoch heißt es, die für die Zeit vom 17. bis zum 27. April geplanten Hinrichtungen wären ein Bruch des faktisch seit November 2005 bestehenden Todesstrafenmoratoriums in Arkansas.

Es wäre auch das erste Mal seit 1977, dass binnen elf Tagen sieben Menschen hingerichtet würden. Die EU lehne die Todesstrafe unter allen Umständen ab, heißt es weiter in dem Text. Sie schrecke nicht ab und leugne die menschliche Würde. Der Gouverneur von Arkansas sei aufgefordert, das Strafmaß herabzusetzen. Das gelte auch für einen achten Todeskandidaten. In seinem Fall hatte ein Bundesrichter vergangene Woche entschieden, die geplante Hinrichtung auszusetzen. Der Richter stützte sich dabei auf eine Stellungnahme des Begnadigungsausschusses.

Der republikanische Gouverneur von Arkansas, Asa Hutchinson, will die Hinrichtungen noch in diesem Monat über die Bühne bringen, weil das Haltbarkeitsdatum eines der bei Exekutionen verwendeten Medikamente Ende April abläuft. Nach dem 30. April kann der US-Staat vorerst keine Hinrichtungen mehr vornehmen. (APA/AFP)

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