Letztes Update am Sa, 20.05.2017 07:29

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Obduktion

Tod von zwei Frauen in Innsbruck bleibt rätselhaft

Am Donnerstagnachmittag wurden zwei weibliche Leichen in einer Wohnung im Innsbrucker Stadtteil Mariahilf entdeckt. Bei der Obduktion konnten keine Hinweise auf Fremdverschulden gefunden werden. Die Todesursache war nicht mehr eindeutig feststellbar. Ein toxikologisches Gutachten steht noch aus.

Die Leichen wurden in einer Wohnung im Mariahilfpark entdeckt.

© zeitungsfoto.atDie Leichen wurden in einer Wohnung im Mariahilfpark entdeckt.



Innsbruck — Der Tod von zwei Frauen in einer Innsbrucker Wohnanlage bleibt vorerst rätselhaft: Die Freitagmittag durchgeführte Obduktion führte zu keinem klaren Ergebnis, die „Todesursachen konnten nicht festgestellt werden", sagt Walter Pupp, Leiter des Landeskriminalamtes. Aber durchaus möglich, dass die toxikologische Untersuchung Licht ins Dunkel bringt: „Das Ergebnis ist aber erst in einigen Wochen zu erwarten", so Pupp weiter.

Wie berichtet, haben Nachbarn am Donnerstag die Polizei auf den Verwesungsgeruch im Haus Mariahilfpark 2 aufmerksam gemacht. Als die Beamten die Wohnung öffneten, stießen sie auf die Leichen von zwei Frauen. „Bei den Toten handelt es sich um die 88-jährige Mutter und die 67-jährige Tochter", sagt Pupp. Die aus Bulgarien stammenden Frauen lebten sehr zurückgezogen, hatten zwar Verwandte in Innsbruck, aber keinen Kontakt zu ihnen.

Weder die Gerichtsmediziner noch die Tatort-Experten der Polizei fanden bei der Obduktion bzw. in der Wohnung der Frauen Hinweise auf Fremdverschulden. „Es gibt keine Anhaltspunkte, dass ein Fremder in der Wohnung war", sagt Pupp: „Das gilt auch für einen erweiterten Suizid."

Aufgrund des Zustandes der Leichen gehen die Ermittler davon aus, dass die Frauen bereits vor mehreren Wochen starben. Ein mögliches Szenario ist, dass die Tochter zuerst aus dem Leben schied, und in der Folge die pflegebedürftige Mutter. (tom)