Letztes Update am Mi, 12.07.2017 08:04

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Mysteriöser Goldmünzen-Diebstahl in Berlin: Mehrere Festnahmen

Ganze zwei Zentner wiegt die Goldmünze, die Diebe aus dem Berliner Bode-Museum gestohlen haben. Monatelang fahndete die Polizei nach den Tätern. Jetzt könnte ihnen ein Fahndungserfolg gelungen sein.

Die Münze ist immer noch verschwunden. Vermutlich wurde sie eingeschmolzen.

© APA/AFP/dpa/Marcel MettelsiefenDie Münze ist immer noch verschwunden. Vermutlich wurde sie eingeschmolzen.



Berlin – Dreieinhalb Monate nach dem Diebstahl einer zentnerschweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum hat die Polizei bei einem Großeinsatz mehrere Menschen festgenommen. Das teilten die Fahnder am Mittwoch mit. Ein Spezialeinsatzkommando rückte am Mittwochmorgen aus und durchsuchte mehrere Wohnungen im Stadtteil Neukölln. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Diebe hatten im März eine zwei Zentner schwere kanadische Goldmünze mit dem Bild von Königin Elizabeth II. aus dem Museum gestohlen. Allein das Material – reinstes Gold – ist geschätzt etwa 3,7 Millionen Euro wert. Wegen der Schwere der Münze ging die Polizei von mehreren Tätern aus.

Das Goldstück, 2007 in nur fünf Exemplaren von der Königlichen Kanadischen Münze geprägt, war die Leihgabe eines Privatmanns an das Bode-Museum. Die Polizei ging damals davon aus, dass die Diebe die Münze einschmelzen und in kleineren Portionen zu Geld machen wollen.

Im Bode-Museum, das zum Weltkulturerbe Museumsinsel gehört, wurden nach dem Diebstahl die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Die Täter waren am frühen Morgen über die direkt an dem Museum vorbeiführende S-Bahntrasse in das Gebäude eingestiegen. Eine Leiter und eine Schubkarre ließen die Diebe in der Nähe stehen. (dpa)