Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 09.10.2017


Exklusiv

Einfacher Radunfall, teures Verfahren

Ein verstopftes Rigol führte zu einem Radunfall. Nach 55.000 Euro Gerichtskosten kam es nun zum Vergleich.

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Von Reinhard Fellner

Innsbruck – Scheinbar einfachste Sachverhalte des Alltags können sich als rechtlich hochkomplex herausstellen, wie nun wieder einmal eine Schadenersatzklage am Landesgericht zeigte. Diese drehte sich um einen an sich banalen Radunfall, der sich aufgrund eines verstopften Rigols – eine mit Stahlgitter bedeckte Entwässerungsrinne am Boden – ereignet hatte. An einem Augusttag war eine Innsbruckerin mit dem Rad wie stets in die Tiefgarage ihrer Wohnanlage eingefahren, beim Rigol ausgerutscht und gestürzt. Kein Wunder: Stand im Bereich der Rinne schon das Wasser und war auch der anschließende Asphalt durch die Dauerfeuchtigkeit bereits in Mitleidenschaft gezogen. Von einer Mitschuld wollten erst jedoch weder Hausverwaltung noch Eigentümer etwas wissen. Erst recht nicht, nachdem die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung mangels Fremdverschulden eingestellt hatte.

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