Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 12.10.2017


Justiz und Kriminalität

Profis konnten Sicherheitstür aufbrechen

Schock für eine Innsbruckerin: Obwohl ihre Wohnung mit einer Sicherheitstür ausgestattet ist, wurde sie Opfer von professionellen Einbrechern.

(Symbolfoto)

© APA/HELMUT FOHRINGER(Symbolfoto)



Von Thomas Hörmann

Innsbruck – Zwischen 40 und 50 Jahre alt, südländisches Aussehen, Schweißgeruch: So lautet die Beschreibung jener Männer, die am Montag in eine Innsbrucker Wohnung eingedrungen sind. Das Besondere am Einbruch: Die Täter ließen sich auch von der Sicherheitstür nicht abschrecken. „Sie konnten in kürzester Zeit das Schloss aufbrechen“, erzählt die Wohnungsbesitzerin: „Ein Mitarbeiter des Schlüsseldienstes hat gesagt, dass ihm so etwas erst ein- oder zweimal in den letzten 30 Jahren untergekommen ist.“

Schauplatz des Einbruchs war ein Haus mit insgesamt elf Parteien in der Nähe der alten Universität. Die Täter konnten Bargeld und Schmuck erbeuten. „Der Wert der Beute dürfte mehrere tausend Euro betragen, ich muss aber erst noch eine genaue Aufstellung machen.“

Entdeckt hat den Einbruch die Wohnungsbesitzerin, als sie am Montagabend nach der Arbeit nach Hause gekommen ist. „Die Wohnungstür war zu, aber der Schließzylinder war nicht mehr im Schloss“, schildert die Innsbruckerin.

Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen. „Auch die Beamten der Spurensicherung waren da und sind am frisch gewischten Boden in der Wohnung fündig geworden“, erzählt das Opfer. Die Frau vermutet, dass der Einbruch bereits am Montagvormittag gegen etwa zehn Uhr über die Bühne gegangen ist. „Zu diesem Zeitpunkt sind einer Nachbarin zwei südländisch aussehende Männer im Stiegenhaus aufgefallen, die definitiv nicht zum Haus gehören.“

Laut Polizei ist derzeit keine Häufung von Einbrüchen in Innsbruck feststellbar: „Wir wissen von dem am Montag und einem weiteren am Mittwoch“, sagt Stefan Eder von der Polizei-Pressestelle.




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