Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 14.10.2017


Justiz und Kriminalität

Vier Jahre Haft für Tiroler Bankräuber in Salzburg



Salzburg – Ein in Tirol lebender 28-jähriger Hilfsarbeiter ist gestern in Salzburg nach einem Banküberfall zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann hatte am 3. Mai 2017 eine Sparkassenfiliale am Wallersee überfallen. Dazu kaufte er sich eine Schreckschusspistole samt Knallmunition und wechselte in der Bank Geld, um die Filiale auszukundschaften. Das Urteil ist rechtskräftig.

Am Morgen der Tat maskierte sich der Angeklagte mit Wollhaube und Halstuch und betrat die Bank. Dort richtete er die Pistole gegen eine Angestellte und hielt ihr ein Plastiksackerl hin. „Geld rein“, „Die großen Scheine nehmen“, „Schnell, sofort“, forderte er. Mit insgesamt 17.455 Euro Bargeld als Beute flüchtete der Mann. Doch er kam nicht weit. Weil Zeugen den Fluchtwagen identifizierten, wurde er kurz darauf bei der Autobahnabfahrt Salzburg-Nord mit der Beute und der Waffe gestoppt. Der unbescholtene Mann zeigte sich voll geständig. „Es tut mir sehr leid“, meinte er. Er habe wegen seines Drogenkonsums und eines geplanten Wohnsitzwechsels Geld gebraucht. „Da bin ich auf die dumme Idee gekommen, einen Banküberfall zu begehen.“ Er habe nicht damit gerechnet, dass er der Frau an der Kassa so einen Schreck versetzt. Ein Gerichtspsychiater diagnostizierte beim Täter eine depressive Störung. Er sprach auch von einer herabgesetzten Diskretions- und Dispositionsfähigkeit. (APA)




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