Letztes Update am Sa, 14.10.2017 16:55

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kenia

Schüler stürmte in Kenia seine frühere Schule: Sechs Menschen getötet

Mehr als 20 Schüler wurden verletzt. Zwei Mittäter konnten flüchten.

© AFP(Symbolfoto)



Nairobi – Ein ehemaliger Schüler hat in einer Schule im Nordwesten Kenias zusammen mit Komplizen mindestens sechs Menschen getötet und viele weitere verletzt. Der junge Mann sei in der Nacht zum Samstag mit zwei Bewaffneten in eine Schule in Lokichogio nahe der Grenze zum Südsudan gestürmt, sagte der örtliche Polizeichef David Nyabuto. Der Ex-Schüler wurde festgenommen, die Mittäter konnten entkommen.

Den Ermittlungen zufolge war das Trio auf der Suche nach dem Schulleiter und einem weiteren Schüler, mit dem es vorher Streit gegeben hatte. Als die Eindringlinge die Gesuchten nicht fanden, schossen sie laut Nyabuto willkürlich um sich und töteten dabei fünf Buben und einen Nachtwächter.

Mehr als 20 Schüler seien verletzt worden, schrieb der Gouverneur des Bezirks Turkana, Josphat Nanok, via Twitter. Mindestens zwei Mädchen seien bei dem Vorfall zudem vergewaltigt worden, sagte Charles Ssekwata, ein leitender Mitarbeiter des Krankenhauses des International Rescue Committee (IRC) im rund 80 Kilometer entfernten Kakuma, in das einige der Opfer eingeliefert wurden.

Der junge Mann gehört der Volksgruppe der Toposa aus dem Nachbarland Südsudan an, wie Nyabuto sagte. Er hatte sich demnach vor dem Vorfall mit einem kenianischen Schüler der Volksgruppe der Turkana gestritten und war von der Schule suspendiert worden. Im Nordwesten Kenias kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Mitgliedern beider Volksgruppen, oftmals wegen Vieh. (APA/dpa)




Kommentieren


Schlagworte