Letztes Update am Sa, 13.01.2018 08:23

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Ermittler setzen Spurenauswertung nach Fund einer Babyleiche fort

Nach dem Fund eines toten Babys in einem kleinen See sind die Hintergründe noch unklar. Eine Sonderkommission wertet Spuren aus und setzt auf Zeugenhinweise.

© REUTERSSymbolfoto.



Mannheim – Nach dem Fund einer Babyleiche in einem kleinen See in Mannheim arbeitet eine Sonderkommission der Polizei weiter an der Aufklärung des Falls. Die Ermittler werteten Spuren aus und führten am Freitag Befragungen von Anwohnern durch. Eine Sonderkommission mit 30 Kriminalbeamten ist mit den Ermittlungen befasst. Hinweise auf die Mutter gab es zunächst nicht.

Zudem stand das Ergebnis der Obduktion der Babyleiche noch aus. Erste Ergebnisse seien frühestens in der kommenden Woche zu erwarten, hieß es bei der Polizei in Mannheim.

Ein Fußgänger fand die Leiche des neugeborenen Mädchens am Freitag im Pfingstbergweiher im Süden der Stadt. Die Polizei suchte das Gelände ab. Ein Hubschrauber war im Einsatz. Die Wasserschutzpolizei prüfte auch, ob sie zur Spurensuche Taucher in den kleinen See schickt.

Die Polizei setzt bei ihren Ermittlungen weiter auf Beobachtungen von Zeugen. Zudem erhoffen sich die Ermittler Hinweise zu einer kürzlich beendeten Schwangerschaft, bei der ein Verbleib des Neugeborenen ungeklärt ist.

In der Region war vor fast einem Jahr im pfälzischen Schifferstadt ein Säugling tot in einem Altkleidersack entdeckt worden. Die 19 Jahre alte Mutter wurde später in Sinsheim bei Mannheim festgenommen. (dpa)