Letztes Update am Fr, 09.02.2018 15:17

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Fahrdienstleiter von Bad Aibling will vorzeitig aus dem Gefängnis

Der Antrag des Mannes wird derzeit geprüft, eine Entscheidung soll in den kommenden zwei Wochen fallen.

© APA/dpa/ SachsZwölf Menschen starben beim Zugunglück in Bad Aibling.



Traunstein – Zwei Jahre nach dem Zugunglück von Bad Aibling will der verurteilte Fahrdienstleiter früher aus dem Gefängnis entlassen werden. Der Mann habe über seinen Anwalt einen Antrag zur vorzeitigen Entlassung für den 9. März gestellt, sagte ein Sprecher des Landgerichts Traunstein am Freitag. Zuerst hatte Antenne Bayern darüber berichtet.

Der Antrag wird dem Sprecher zufolge gerichtlich geprüft. Die Entscheidung werde wohl innerhalb der nächsten 14 Tage fallen. Sollte das Gericht dem Antrag entsprechen, wird der Rest der Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt.

Beim Zusammenstoß zweier Nahverkehrszüge am 9. Februar 2016 waren 12 Menschen ums Leben gekommen, 89 Insassen wurden verletzt. Das Landgericht Traunstein hatte den zuständigen Fahrdienstleiter der Bahn am 5. Dezember 2016 wegen fahrlässiger Tötung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Mann hatte – vom verbotenen Handyspielen abgelenkt – Signale falsch gestellt. (dpa)