Letztes Update am Fr, 09.02.2018 20:56

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


London

Haft für angebliches Opfer der Grenfell-Brandkatastrophe

Ein 53-Jähriger behauptete, bei dem verheerenden Feuer in einem Londoner Hochhaus Frau und Sohn verloren zu haben. Bei dem Mann soll es sich aber um einen notorischen Betrüger handeln.

© AFP71 Menschen starben bei dem Brand im Juni 2017.



London – Ein angebliches Opfer der Brandkatastrophe im Londoner Grenfell-Tower ist zu 21 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das entschied das zuständige Gericht am Freitag in London. Der 53-Jährige hatte behauptet, seine Frau und sein Sohn seien bei dem Feuer in dem Londoner Hochhaus im Juni vergangenen Jahres ums Leben gekommen. Bei dem Brand starben 71 Menschen.

Der Mann soll sich damit umgerechnet rund 11.300 Euro an Hilfsgeldern erschlichen haben. Der notorische Betrüger hatte der Polizei einen detaillierten Bericht vorgelegt, wie er seine Familie angeblich im mit Rauch gefüllten Treppenhaus des Wohnturms aus den Augen verloren hatte. Er ist der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge unter 17 verschiedenen Alias-Namen bekannt und wurde bereits 28 Mal verurteilt, unter anderem wegen Diebstahls, Betrügereien und Körperverletzung. (APA/dpa)