Letztes Update am Mi, 14.03.2018 09:30

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Waffengewalt

Ein Monat nach Schulmassaker: Landesweiter Streik in US-Schulen

Genau einen Monat nach dem Massaker an der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland wollen die Jugendlichen mit diesen so genannten Walkouts nicht nur an die Opfer erinnern, sondern auch für strengere Waffengesetze demonstrieren.

Erinnerungen an die Opfer von Parkland.

© REUTERSErinnerungen an die Opfer von Parkland.



Parkland – Im Fall des Schulmassakers im US-Staat Florida mit 17 Toten will die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe für den 19-jährigen Schützen fordern. Das Verbrechen sei auf kalte, berechnende und vorsätzliche Weise und „ohne Vortäuschung von Moral oder Rechtfertigung“ begangen worden, hieß es am Dienstag (Ortszeit) in Unterlagen der Ankläger, die dem US-Sender CNN und anderen Medien vorlagen. Der Täter hatte laut CNN über seine Anwälte bereits ausrichten lassen, er sei mit einem Schuldeingeständnis einverstanden, um der Todesstrafe zu entgehen.

Vor einem Monat, am 14. Februar, erschoss der 19-Jährige an der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland 14 Schüler und drei Erwachsene. Im Gedenken an die Opfer wollen Schüler und Studenten an diesem Mittwoch landesweit streiken. Um 10 Uhr Ortszeit wollen sie unter dem Motto „Enough“ („Genug“) ihre Klassenzimmer für 17 Minuten zu so genannten „Walkouts» verlassen. Jede Minute ist dabei einem der Opfer gewidmet. Damit wollen die Jugendlichen nicht nur an die Opfer erinnern, sondern auch für strengere Waffengesetze demonstrieren.

Nach dem Massaker am Valentinstag war in Florida und weit darüber hinaus eine Protestbewegung von Schülern entstanden. Mehrere engagierte Jugendliche erhoben in den Medien und bei diversen Protestaktionen ihre Stimme, um härtere Waffengesetze und ein Umdenken bei amerikanischen Politikern zu fordern. (dpa)