Letztes Update am Fr, 23.03.2018 12:55

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Burgenland

Fußfessel und Jagdverbot für Mensdorff-Pouilly

Der Lobbyist darf seine Haftstrafe daheim im Schloss im burgenländischen Luising verbüßen.

Alfons Mensdorff-Pouilly.

© APA/GEORG HOCHMUTHAlfons Mensdorff-Pouilly.



Eisenstadt – Der Lobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly muss seine Haftstrafe aus dem Tetron-Prozess nicht im Gefängnis absitzen. Stattdessen darf er die acht Monate mit einer Fußfessel daheim im Schloss im burgenländischen Luising verbüßen, berichtete am Freitag der Kurier. Dazu wurden eine Reihe von Auflagen erteilt: So darf Mensdorff laut dem Bericht nicht jagen und bestimmte Räume im Schloss nicht betreten.

Auch Reisen ins Ausland, etwa zu seinem schottischen Schloss Dalnaglar Castle, seien mit Fußfessel untersagt. Am Anwesen im Südburgenland werde ein gewisser Radius festgelegt, innerhalb dessen die Bewegung erlaubt wird.

Strafe auf zwei Jahre herabgesetzt

Mensdorff war als Zweitangeklagter im Prozess um die Errichtung eines bundesweiten Blaulichtfunksystems im Dezember 2015 zu drei Jahren unbedingter Haft verurteilt worden und hatte daraufhin Berufung eingelegt. Das Oberlandesgericht Wien setzte die Strafe im Oktober des Vorjahres auf zwei Jahre herab, davon 16 Monate bedingt.

Für den unbedingten Teil von acht Monaten wurde nun die Fußfessel bewilligt. Am Donnerstag war Mensdorff in der Justizanstalt Eisenstadt zum Parteiengehör geladen. Die Fußfessel des Lobbyisten wird laut Kurier mit einem GPS-Sender ausgestattet.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Dieser ermöglicht eine Ortung bis auf drei Meter und werde sonst nur bei Verurteilten eingesetzt, von denen eine Gefahr ausgehen könnte. Im konkreten Fall diene der GPS-Sender dazu, „Herrn Mensdorff wegen seiner Berühmtheit mehr zu kontrollieren als andere“, zitiert die Tageszeitung den Leiter der Justizanstalt, Oberst Günter Wolf. Oberst Wolf war am Freitag für die APA nicht erreichbar. (APA)