Letztes Update am Sa, 28.04.2018 16:37

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Burgenland

Frauenleiche im Neusiedler See: Beschuldigter festgenommen

Die Polizei hält sich aus ermittlungstaktischen Gründen mit der Veröffentlichung zu den Personalien des Mannes zurück. Es soll sich aber um einen Wiener handeln.

Die Leiche wurde in der Ruster Bucht am Neusiedler See gefunden.

© APA/FOHRINGERDie Leiche wurde in der Ruster Bucht am Neusiedler See gefunden.



Rust/Eisenstadt – Nach der Auffindung einer Frauenleiche im Neusiedler See bei Rust (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) vor mehr als zwei Wochen ist nun ein Beschuldigter in Haft. Es handle sich um einen österreichischen Staatsbürger, gegen den wegen dringenden Verdachts des Mordes ermittelt werde, sagte Roland Koch von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt am Samstagnachmittag auf APA-Anfrage.

Koch bestätigte damit einen Online-Bericht der Salzburger Nachrichten. Die Anklagebehörde habe die Festnahme angeordnet und die Einlieferung des Mannes in die Justizanstalt Eisenstadt verfügt. Zudem sei Antrag auf Verhängung der U-Haft gestellt worden, teilte Koch mit. Eine Entscheidung des Gerichts darüber stand noch aus.

Nähere Details würden vorerst aus kriminaltaktischen Gründen und wegen noch laufender Ermittlungen nicht genannt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter. Er ersuchte diesbezüglich um Verständnis.

Mann offenbar geständig

Bei dem Mann soll es sich um einen Wiener handeln, der offenbar geständig sei, berichteten die Salzburger Nachrichten. Das werde weder bestätigt noch dementiert, sagte Roland Koch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Eisenstadt, auf Nachfrage.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Unbestätigten Informationen zufolge könnte der Beschuldigte ein Freier der Frau gewesen sein, schrieben die SN weiter. Obwohl die Identität der Toten nach wie vor nicht zur Gänze geklärt sei, dürfte es sich um eine slowakische oder tschechische Prostituierte handeln. Die Tageszeitung verwies diesbezüglich auf Ermittlerkreise.

Detaillierte Auskünfte zu dem Fall soll es laut Koch „Mitte kommender Woche“ geben. Der Sprecher kündigte eine gemeinsame Pressekonferenz der Landespolizeidirektion Burgenland und der Staatsanwaltschaft Eisenstadt an. (APA)