Letztes Update am Di, 05.06.2018 07:50

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Südtirol

Dealer drängte 16-jährige Freundin in Südtirol zur Prostitution

Der 27-Jährige soll die 16-Jährige einem Kokaindealer „angeboten“ haben. Für sexuelle Dienste wurde sie mit Kokain bezahlt, das ihr Freund zur Finanzierung seines Lebensstils weiterverkauft haben soll.

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Lana/Bozen – Einen ungeheuren Fall von illegaler Prostitution haben die Carabinieri in Bozen aufgedeckt: Demanch wurde eine 16-jährige Bozner Schülerin von ihrem 27-jährigen Freund in die Sexarbeit gedrängt, damit er an Drogen kommt. Am Montag wurden der Beschuldigte und eine weitere Person verhaftet. Das berichtet die Onlineplattform Südtirol Online.

Aufgeflogen ist die Geschichte durch Ermittlungen einer Polizeiaktion aus dem Vorjahr, die unter den Namen „Money transfer“ lief. Die Aktion war bereits im Juli des Vorjahres gestartet, dabei hatten die Polizisten in Südtirol mehrere Verdächtige verhaftet und sieben Kilogramm Heroin beschlagnahmt.

Mädchen musste Drogen abliefern

Durch das Auswerten von Telefonüberwachungen stießen die Ermittler jetzt schließlich auf die 16-jährige Schülerin, die unter Schutz gestellt worden ist. Laut der Quästatur Bozen hatte der 27-jährige Freund des drogenabhängigen Mädchens sie einem 28-jährigen tunesischen Dealer für sexuelle Dienste angeboten. Die junge Frau erhielt dafür jeweils fünf bis sechs Gramm Kokain als Bezahlung.

Diese Drogen musste sie wieder bei ihrem Freund abliefern, der das Koks weiterverkaufte. Sowohl der 27-Jährige als auch der 28-Jährige wurden wegen Förderung der Prostitution einer Minderjährigen und wegen des Abtretens von Drogen an Minderjährige verhaftet.Die Ermittlung zu „Money transfer“ laufen unterdessen weiter. (TT.com)

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