Letztes Update am Mi, 08.08.2018 16:30

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nach Chat-Treffen

In USA inhaftierter 18-Jähriger: 200.000 Dollar Kaution aufgebracht

Dank „der Großzügigkeit eines besorgten österreichischen Staatsbürgers“ stehen 200.000 US-Dollar zur Verfügung. Seitens der Staatsanwaltschaft gibt es so keine Einwände gegen eine Enthaftung.

© iStock(Symbolfoto)



Linz/Sarasota – Wie aus der gerichtlichen Eingabe des Anwalts Matthew Leibert hervorgeht, der die Vertretung des 18-Jährigen übernommen hat, konnte inzwischen die mit 200.000 US-Dollar (170.000 Euro) festgesetzte Kaution aufgebracht werden. Dank „der Großzügigkeit eines besorgten österreichischen Staatsbürgers“ sei er in der Lage, die beträchtliche Summe zu hinterlegen, um den Burschen freizubekommen, so Leibert.

Der Anwalt verweist weiters darauf, dass der Oberösterreicher erst seit Ende Juni 18 Jahre alt ist und nicht unbedingt die geistige Reife eines Erwachsenen besitzt. Er soll auch psychische Probleme haben, die eine weitere Inhaftierung verstärken könnten. Leibert sichert zu, dass der 18-Jährige, dem bei seiner Festnahme der Reisepass abgenommen wurde, bis zum Gerichtstermin keinesfalls das Land verlassen und sich seiner Anhörung Mitte September und dem weiteren Verfahren stellen wird.

Die zuständige Staatsanwaltschaft hat sich laut Leibert nicht gegen die von ihm vorgeschlagene Vorgangsweise ausgesprochen. „Wir sind gemeinsam mit dem Anwalt und den Eltern bemüht, dass so schnell wie möglich die vorläufige Enthaftung des jungen Oberösterreichers gelingt“, sicherte Thomas Schnöll, der Leiter der Presseabteilung im Außenministerium, am Mittwochnachmittag im Gespräch mit der APA zu. Die Eltern wären bereits am Weg in die USA, wobei sich ihr Flug etwas verspätet hätte. (APA)

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