Letztes Update am So, 12.08.2018 11:15

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck-Land

Sechster Stadelbrand: Feuerteufel diesmal in Hatting am Werk?

Es ist der sechste Brand binnen weniger Wochen im Großraum Zirl. Die Angst vor einem Feuerteufel wird größer, über die Brandursache lässt sich aber noch nichts sagen. Ein Brandermittler ist heute in Hatting im Einsatz.

© www.zeitungsfoto.at/TeamDer Stadel in Hatting brannte lichterloh.



Hatting – Wieder heulten im Inntal um kurz nach Mitternacht die Sirenen – und wieder musste die Feuerwehr zu einem Stadelbrand ausrücken. In der Nacht auf Sonntag brannte ein Holzschuppen im Bereich Gaisau zwischen Hatting und Inzing lichterloh.

Zuletzt wurde ein Stadel in Inzing vor knapp zwei Wochen ein Raub der Flammen. Das jüngste Feuer in Hatting reiht sich in eine Serie von Stadelbränden im Bezirk Innsbruck-Land ein; es ist der mittlerweile sechste binnen kurzer Zeit. Die Sorge wächst, dass ein Brandstifter sein Unwesen treiben könnte. Ob allerdings wirklich ein Zusammenhang zu den anderen Stadelbränden besteht, wollte die Polizei gegenüber der Tiroler Tageszeitung Online nicht mutmaßen. Erhebungen durch einen Brandermittler würden heute in Hatting durchgeführt.

Der Alarm ging gegen 00.20 Uhr los.

Keine Verletzten

Der Feueralarm ging um 00.21 Uhr los, etwa um dieselbe Zeit wie damals in Inzing. Das Holzgebäude stand in Vollbrand, bis um 1.45 Uhr konnte es von den Feuerwehren Pettnau und Hatting vollständig gelöscht werden. Der Stadel brannte samt den gelagerten Gerätschaften vollständig aus. Personen kamen keine zu Schaden.

Der Stadel ist völlig ausgebrannt.
- zeitungsfoto.at/Liebl

Brandursachen noch nicht geklärt

Die Serie im Großraum Zirl startete am 19. Juli, just an dem Tag, an dem über den mutmaßlichen Erpfendorfer Brandstifter die Untersuchungshaft verhängt worden war. Der 17-jährige Feuerwehrmann hatte wochenlang die Einsatzkräfte im Unterland in Atem gehalten. Insgesamt werden ihm acht Brandstiftungen vorgeworfen, die Schäden sind enorm.

Ein Brandermittler macht Erhebungen vor Ort.
- zeitungsfoto.at/Liebl

Während man im Unterland aufatmen konnte, startete die Brandserie im Oberland: Am 19. Juli brach gegen 6 Uhr Früh ein Brand in einem Stall in Pfaffenhofen aus. Einen Tag später ging wenige Kilometer weiter östlich in Pettnau gegen Mitternacht ein Stadel in Flammen auf und brannte völlig aus. Ebenfalls nur Schutt und Asche blieben von einem Stadel in Zirl übrig, was wenige Tage später passierte. Nur einen Tag darauf, am 27. Juli, wurden die Feuerwehren Unterperfuss und Kematen zum Brand eines Stadels in Unterperfuss gerufen. Am 1. August brannte dann ein Stadel in Inzing bis auf die Grundmauern nieder. In der Nacht auf heute dann in Hatting.

Bislang sind die Ursachen für die Stadelbrände noch nicht geklärt. (TT.com)

Einsatzkräfte der Feuerwehren Pettnau und Hatting beim Löschen des Brandes.
- www.zeitungsfoto.at/Team