Letztes Update am Do, 16.08.2018 15:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck-Land

Leichenfund in Fritzens: U-Haft über Tatverdächtigen verlängert

Der 74-Jährige hat laut Anklagebehörde in Einvernahmen gestanden, seinen 75-jährigen Bekannten im Frühjahr 2016 getötet zu haben.

Polizisten am Fundort in Fritzens.

© ZOOM.TIROLPolizisten am Fundort in Fritzens.



Fritzens – Im Fall einer bei Flurreinigungsarbeiten in Fritzens im vergangenen April entdeckten Leiche ist die Untersuchungshaft über den 74-jährigen Tatverdächtigen um zwei Monate verlängert worden. Dies sagte Staatsanwaltschaftssprecher Thomas William am Donnerstag. Der Mann hatte laut Anklagebehörde in Einvernahmen gestanden, seinen 75-jährigen Bekannten im Frühjahr 2016 getötet zu haben.

Sowohl das Motiv als auch die näheren Tatumstände waren vorerst noch unklar. Der Tatverdächtige, der Ende Juni festgenommen worden war, gebe an, aus Notwehr gehandelt zu haben. Sein Mandant sei vom späteren Opfer massiv attackiert worden, erklärte dessen Verteidiger, Markus Abwerzger. Laut Willam wurde inzwischen eine Tatrekonstruktion angeordnet. Diese soll im September stattfinden.

Die Leiche war am 30. April in der Nähe eines Fußballplatzes bei Flurreinigungsarbeiten entdeckt worden. Sie steckte in einem Plastiksack, der oberflächlich eingegraben und mit Ästen bedeckt war. Eine DNA-Analyse bestätige Wochen später, dass es sich bei dem Toten um einen seit Juli 2016 als abgängig gemeldeten Tiroler handelt.

Das Opfer stammte ursprünglich aus Wörgl und hatte zuletzt in Innsbruck gewohnt. Für die Ermittler sei er „kein Unbekannter“, hieß es, hatte die Justiz doch in den 1980er- und 1990er-Jahren zahlreiche Verfahren gegen den Mann wegen Eigentums-und Suchtmitteldelikten geführt.

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Der 75-Jährige wurde den Ermittlern zufolge durch „einen schweren Angriff auf den Kopf“ getötet. Zudem soll der Fundort des Toten nicht mit dem Tatort ident sein. Die Leiche wurde offenbar dorthin gebracht und versteckt. (TT.com, APA)