Letztes Update am Mo, 01.10.2018 07:34

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Afrika

Kongos Präsident zündete zur Abschreckung Stapel aus Elfenbein an

Ziel der Aktion sei es, „Wilderer und Kriminelle abzuschrecken“, sagte die Generaldirektorin des Kongolesischen Instituts für Natuschutz, Cosma Wilungula.

Joseph Kabila zündete den Stapel Elfenbein an.

© AFPJoseph Kabila zündete den Stapel Elfenbein an.



Kinshasa – Kongos Präsident Joseph Kabila hat einen Turm aus aufgeschichteten Elefanten-Stoßzähnen in Brand gesetzt, um ein Zeichen gegen Wilderei zu setzen. Das wertvolle Elfenbein ging am Sonntag im Nsele-Naturpark nahe der Hauptstadt Kinshasa in Flammen auf.

Der Präsident ließ zudem fünf illegal gefangene Graupapageien frei und zündete einen Haufen aus Schuppentier-Schuppen an, die in Asien wegen angeblicher medizinischer Wirkung gefragt sind.

Ziel der Aktion sei es, „Wilderer und Kriminelle abzuschrecken“, sagte die Generaldirektorin des Kongolesischen Instituts für Natuschutz, Cosma Wilungula. In den vergangenen 15 bis 20 Jahren seien rund 380 Wildhüter bei Zusammenstößen getötet worden.

In Afrika leben noch schätzungsweise 450.000 bis 500.000 Elefanten. Von ihnen werden jedes Jahr rund 30.000 getötet. Wichtigster Grund ist das Elfenbein: Obwohl der Handel international geächtet ist, erzielen der Stoff vor allem in Asien Preise von rund 800 Euro pro Kilo. (APA/AFP)