Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 07.11.2018


Bezirk Landeck

Wieder tobten sich Sprayer in restauriertem Park aus

Schaden der Stadt Landeck im vierstelligen Euro-Bereich, Polizei ermittelt.

© GeigerUnbekannte Täter haben kürzlich im Landecker Nisslpark zugeschlagen.



Landeck – Tatort Nisslpark in Landeck-Perjen: Die Stadt Landeck ließ den beliebten Park mit Trockensteinmauern im Frühjahr 2017 sanieren, nachdem unbekannte Täter das Mauerwerk beschädigt hatten. Doch kaum war die vom ÖBB-Pensionisten Franz Nissl (1880–1943) ehrenamtlich errichtete Parkanlage restauriert, traten Sprayer auf den Plan und beschmierten die Mauern mit weißer Farbe. Die Suche nach den Tätern blieb ohne Erfolg.

Vor wenigen Tagen schlugen Sprayer erneut zu – diesmal mit roter Farbe, auch im Umfeld der Parkanlage. Die Täter hinterließen diverse Symbole wie türkische Mondsicheln mit Stern sowie Codes auf den Mauern. Doch das allein genügt der Stadtpolizei nicht, um auf einen bestimmten Täterkreis schließen zu können. In Zusammenarbeit mit der Bundespolizei werde „in alle Richtungen“ ermittelt, heißt es von der Stadtpolizei. Zudem soll der auch von Kindergartengruppen oft besuchte Park stärker observiert und kontrolliert werden.

Die Trockensteinmauern sind im Frühjahr saniert worden.
- Geiger

Was Bürgermeister Wolfgang Jörg nur begrüßen kann. Der Vandalenakt mache ihn traurig: „Was da passiert, ist sehr bedauerlich. Das ist kein Bagatelldelikt, das ist grobe vorsätzliche Sachbeschädigung. Ich hoffe, dass die Täter ausgeforscht und zur Verantwortung gezogen werden können.“ Der Stadtgemeinde entstehe ein Schaden „im vierstelligen Euro-Bereich“. Kosten, auf denen die Stadt möglicherweise sitzen bleibt, so der Bürgermeister.

Auf den Vorschlag, Überwachungskameras im Park zu installieren, reagiert er allerdings skeptisch. „Dazu müsste der Datenschutz abgeklärt werden.“ Zudem soll es in Landeck noch Einrichtungen geben, „in denen man sich frei bewegen kann, wo Kinder unbeschwert spielen und alle Besucher ein Freizeiterlebnis genießen können“.

Weiteres Ärgernis für den Stadtchef sind derzeit „Müllsünder“, die bei öffentlichen Karton-Sammelcontainern auch Plastik und Blechdosen entsorgen. (hwe)




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