Letztes Update am Sa, 10.11.2018 20:56

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankreich

Ermittlungen wegen möglicher Anschlagspläne auf Macron

Rechtsextremisten sollen einen Anschlag auf den französischen Präsidenten geplant haben.

© imago stock&peopleDer französische Präsident Emmanuel Macron.



Paris – Die Ermittlungen im Fall eines möglicherweise geplanten Attentats von Rechtsextremisten auf den französischen Präsidenten Emmanuel Macron gehen in die nächste Phase. Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete eine Terroruntersuchung gegen vier Verdächtige ein, wie die Deutsche Presse-Agentur und andere Medien am Samstag aus Justizkreisen erfuhren.

Den Verdächtigen wird die Bildung einer terroristischen Vereinigung und unerlaubter Waffenbesitz vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft. Die Ermittlungen liegen nun in der Hand von Ermittlungsrichtern.

Sechs Verdächtige mit Verbindung in die rechtsextreme Szene waren am Dienstag vom Inlandsgeheimdienst festgenommen worden. Im Laufe der Woche kamen zwei von ihnen wieder auf freien Fuß. Die Ermittler fürchteten, dass die Gruppe während Macrons Erinnerungsreise zu markanten Weltkriegsorten zuschlagen könnte, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete. Macron war in der vergangenen Woche unter anderem nach Verdun und Reims gereist, um an das Ende des Ersten Weltkriegs vor einhundert Jahren zu erinnern.

Es war erste Mal, dass ein möglicher Anschlagsplan gegen Präsident Macron bekannt wird. Angebliche Terrorpläne von Rechtsaußen gegen Spitzenpolitiker hatten bereits im vergangenen Jahr für Unruhe gesorgt. Damals wurden Terrorermittlungen gegen acht Verdächtige eröffnet, nachdem eine rechtsextreme Gruppe geplant haben soll, Anschläge auf Politiker zu verüben. (APA/dpa)