Letztes Update am Do, 13.12.2018 17:17

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol/Deutschland

Vier Kilo Kokain in Innsbrucker Garage entdeckt: Festnahme in Hamburg

Der mutmaßliche Lieferant soll ein 53-jähriger Türke sein. Bei einer Durchsuchung stellte die Polizei Mobiltelefone, ein Messer und 680 Euro Bargeld sicher. Drei weitere Beteiligte wurden bereits verurteilt.

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Innsbruck, Hamburg – Nachdem im April in einer Innsbrucker Parkgarage vier Kilogramm Kokain gefunden worden sind, hat die deutsche Polizei den mutmaßlichen Lieferanten des Suchtgifts in Hamburg festgenommen. Unter Verdacht steht ein 53 Jahre alter Türke, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Bei der Durchsuchung seines Autos und seiner Wohnung in Hamburg-Harburg stellten die Beamten mehrere Mobiltelefone, ein Messer, ein Navigationsgerät und 680 Euro Bargeld sicher.

Drei weitere Beteiligte bereits verurteilt

In Zusammenhang mit dem Suchtgiftdeal wurden drei weitere Personen bereits verurteilt, sagte der Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft, Hansjörg Mayr, am Donnerstag im Gespräch mit der APA. Die ebenfalls aus der Türkei stammenden Männer bekamen achteinhalb bzw. drei Jahre Freiheitsstrafe auferlegt. Die Urteile waren teilweise bereits rechtskräftig.

Die vier Männer sollen das Kokain nach Innsbruck geschmuggelt haben. Jener Beschuldigte, der achteinhalb Jahre Haft bekam, hatte die Lieferung in Auftrag gegeben, erklärte Mayr. Sein Urteil war vorerst noch nicht rechtskräftig. Der in Hamburg festgenommene 53-Jährige soll das Kokain dann von Deutschland nach Tirol gebracht haben. Die beiden weiteren, sie wurden bereits rechtskräftig zu jeweils drei Jahren Haft verurteilt, nahmen das Suchtgift in Empfang.

Bei Übergabe in Innsbrucker Garage verhaftet

In einer Parkgarage in Innsbruck hätte dann schließlich die Übergabe der Drogen für den weiteren Verkauf stattfinden sollen. Die beiden Männer gerieten dabei aber an einen verdeckten Ermittler der Polizei und wurden verhaftet. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck stellte daraufhin einen europäischen Haftbefehl für den 53-Jährigen aus, der schließlich zu seiner Festnahme in Hamburg führte. Bereits inkludiert in den Haftbefehl sei ein Ersuchen auf Übergabe, so Mayr. Wie nun weiter mit dem Verdächtigen verfahren werde, obliege aber den deutschen Behörden.(APA/dpa)