Letztes Update am Fr, 11.01.2019 14:02

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Vergewaltigungsvorwurf

Polizei forderte DNA-Probe an: Ronaldo angeblich „gelassen“

Die DNA-Beweise würden auf dieselbe Art gesammelt wie in anderen Fällen sexueller Übergriffe. Die Amerikanerin Kathryn Mayorga hatte Ronaldo vorgeworfen, sie 2009 vergewaltigt zu haben. Sie hat in Las Vegas Zivilklage gegen ihn erhoben.

Cristiano Ronaldo.

© imago/ZUMA PressCristiano Ronaldo.



Las Vegas – Infolge der Vergewaltigungsvorwürfe gegen Cristiano Ronaldo hat die Polizei in Las Vegas eine DNA-Probe des Fußballstars aus Italien angefordert. Das berichtete das Wall Street Journal am Donnerstag unter Berufung auf einen Strafverfolger. Die Polizei bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass ein „offizieller Antrag“ an Behörden in Italien ergangen sei.

DNA-Beweise würden auf dieselbe Art gesammelt wie in anderen Fällen sexueller Übergriffe. Die Amerikanerin Kathryn Mayorga hatte Ronaldo vorgeworfen, sie 2009 vergewaltigt zu haben. Sie hat in Las Vegas Zivilklage gegen ihn erhoben. Der damals 24-jährige Portugiese habe sie dort in einem Nachtclub kennengelernt, in seine Hotel-Suite eingeladen und sie dann vergewaltigt, heißt es in der Klageschrift. Danach habe er sich entschuldigt und erklärt, er sei „normalerweise ein Gentleman“.

Als wichtiges Beweisstück gilt in dem Fall Mayorgas Kleid von besagtem Abend. An diesem sei andere DNA als ihre eigene festgestellt worden, berichtete das Wall Street Journal. Die Probe aus Italien, wo Ronaldo für den Verein Juventus Turin Fußball spielt, soll mit dieser Probe abgeglichen werden. Erst wenn alle Beweismittel gesammelt sind, dürfte die Polizei den Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben, die über eine mögliche Anklage gegen Ronaldo entscheidet.

Ronaldo hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Was in Las Vegas zwischen den beiden vorfiel, sei dem Sportler zufolge einvernehmlich gewesen, sagte sein Anwalt Peter Christiansen am Donnerstag. „Es würde deshalb nicht verwundern, wenn DNA vorhanden wäre oder die Polizei diesen sehr üblichen Antrag als Teil ihrer Ermittlungen stellen würde.“

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Ronaldo ist nach den Worten seiner Trainers beim italienischen Verein Juventus Turin gelassen – trotz dieser Entwicklungen nach den Vergewaltigungsvorwürfen in den USA. Bei dem Fall handle es sich um eine Privatangelegenheit, sagte Massimiliano Allegri am Freitag in Turin. „Ich habe ihn sehr gelassen und ruhig gesehen.“

Im Oktober hatte der 33-jährige mehrmalige Weltfußballer der französischen Zeitschrift France Football gesagt, dass „die Wahrheit ans Licht kommen“ werde. (APA/dpa)