Letztes Update am Mi, 16.01.2019 20:55

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Großbritannien

Mutter und Freund waren genervt: Bub (3) von Autositz zerquetscht

Ein Paar ist vom Geschrei des Kindes auf dem Rücksitz derart genervt, dass es auf einer Autofahrt zu drastischen Mitteln greift und ein Dreijähriger daran stirbt. Am Ende wollen die Erwachsenen das Ganze auch noch vertuschen.

Symbolbild.

© pixabaySymbolbild.



London – Eine Gruppe von vier Personen fährt mit einem Dreijährigen in einem Auto nach London. Der kleine Bub schreit laut. Die Mutter ist von den Schreien ziemlich genervt. Ihr Partner sitzt auf dem Beifahrersitz, während sie mit einer Freundin im hinteren Teil des Wagens Platz genommen hat.

Als die Mutter und ihr Freund den Lärm des Kindes nicht mehr ertragen können, packt die Mutter ihren Sohn zur Strafe in den hinteren Fußraum des Audis. Dann kommt es zu einer dramatischen Tat, wie mehrere britische Medien berichten.

Denn das Einsperren in den Fußraum ist in den Augen des Freundes noch nicht genug Strafe. Immer wieder benutzt er die elektronischen Hebel seines Beifahrersitzes, um ihn ein Stückchen weiter nach hinter zu schieben – und somit dem Dreijährigen zu „bestrafen“. Als sie in London ankommen, bemerken sie, dass das Kind nicht mehr lebt. Es ist von dem Sitz zerquetscht worden.

Rettungssanitäter schöpfte Verdacht

Als der Freund der Mutter das leblose Kind aus dem Auto holt, schreit sie ihren Partner an: „Was hast du getan?“ Doch anstelle alles zuzugeben, versuchen sie die Tat irgendwie zu vertuschen und sagen, das Kind sei einfach eingeschlafen. Ein Rettungsassistent, der sich vor Ort um das Kind kümmert, bemerkt die blutunterlaufene Augen des Kindes. Den Medizinern fällt auf, dass der Bub schon eine Zeit lang tot ist. Die Gerichtsmediziner können später klar rekonstruieren, was sich in dem Auto abspielte.

Vor Gericht erklärt der Staatsanwalt: „Der Bub wurde von dem Autositz eingequetscht und erstickte daran.“ Außerdem sei klar geworden, dass der Dreijährige Atemprobleme bekommen habe. Doch seine Mutter habe ihre Sorgfaltspflicht verletzt und habe nichts getan, um ihr Kind zu retten, erklärt der Staatsanwalt weiter. Das Paar bestreitet den Totschlag und muss sich nun vor Gericht verantworten. (TT.com)




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