Letztes Update am Fr, 08.02.2019 10:11

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Niederösterreich

Pensionistin in Niederösterreich getötet: Bekannte festgenommen

Im Jänner war eine 64-jährige Pensionistin tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Die Obduktion ergab eindeutig Fremdverschulden. Nun wurde eine Verdächtige festgenommen.

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© APA/Schlager(Symbolfoto)



Nach dem Ende Jänner im niederösterreichischen Ebergassing im Bezirk Bruck a.d. Leitha entdeckten Gewaltverbrechen an einer 64 Jahre alten Frau ist eine Verdächtige festgenommen worden. Es handelt sich nach Angaben der Landespolizeidirektion Niederösterreich vom Freitag um eine 43-jährige Bekannte des Opfers. Die Frau wurde in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.

Beschuldigte nicht geständig

Die beschuldigte 43-Jährige war nach Polizeiangaben nicht geständig. Sie stammt ebenfalls aus dem Bezirk Bruck a.d. Leitha.

Gegen die Frau hatte sich aufgrund der Überprüfungen im Umfeld des Opfers und der Untersuchung von Spuren aus der Tatwohnung ein dringender Verdacht ergeben, berichtete die Landespolizeidirektion Niederösterreich. Die 43-Jährige wurde bereits am Mittwoch festgenommen. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Korneuburg eine entsprechende Anordnung erlassen. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.

Die Pensionistin wurde offensichtlich erschlagen. Sie war am 25. Jänner zu Mittag in ihrer Wohnung in Ebergassing (Bezirk Bruck a.d. Leitha) tot aufgefunden worden. Bekannte hatten zuvor die Anzeige erstattet, weil die alleinstehende 64-Jährige einige Tage lang nicht mehr telefonisch erreichbar gewesen war. Die von der Staatsanwaltschaft Korneuburg angeordnete Obduktion ergab laut Polizei „eindeutig Fremdverschulden“ und als Todesursache ein Schädel-Hirn-Trauma aufgrund massiver Gewalteinwirkung gegen den Kopf.

Fünfte tödliche Gewalttat in Niederösterreich 2019

Der Fall in Ebergassing war die fünfte tödliche Gewalttat an einer Frau in Niederösterreich in diesem Jahr bzw. in weniger als drei Wochen. Die Serie hatte am 8. Jänner ihren Anfang genommen, als eine 40-Jährige in Amstetten erstochen worden war. Einen Tag später wurde eine 50-Jährige im Bezirk Wiener Neustadt-Land durch einen Messerangriff getötet.

Am 13. Jänner wurde in Wiener Neustadt die Leiche einer 16-Jährigen in einem Park entdeckt. Der Tod des Mädchens trat laut Obduktion durch Ersticken ein. Am 21. Jänner wurde in Tulln eine 32-Jährige durch Stiche mit einem Dolch umgebracht.

Die Tatverdächtigen in den vier vorangegangenen Fällen sind jeweils Männer. Alle befinden sich in Untersuchungshaft bzw. in vorläufiger Anhaltung. (APA)