Letztes Update am Fr, 08.02.2019 14:51

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck

Freier K.o.-Tropfen verabreicht? Prostituierte in Innsbruck angezeigt

Ein Mann behauptet, von einer Prostituierten in Innsbruck „vergiftet“ und bestohlen worden zu sein. Die Frau dementiert. Sie wurde dennoch angezeigt.

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Innsbruck – Weil er angeblich von einer Prostituierten „vergiftet“ wurde, schaltete ein Freier am Donnerstagabend in Innsbruck die Polizei ein. Zwischen 17 und 20.30 Uhr hielt sich der Mann in einer Wohnung in der Landeshauptstadt (sie soll über die Plattform Airbnb angemietet worden sein) auf, um die Dienste der Frau in Anspruch zu nehmen. Was dann passierte, ist allerdings noch nicht wirklich geklärt.

Fakt ist, dass der Mann – laut Polizei war er stark alkoholisiert – gegen 20.30 Uhr von einem Nachbarn im Hausgang liegend gefunden wurde und behauptete, von der Frau bewusstlos gemacht worden zu sein. Die Prostituierte soll ihm zudem mehrere Hundert Euro aus der Hosentasche geklaut haben. Der Nachbar alarmierte die Rettung, die den Betrunkenen dann in die Klinik einlieferte. Dort wurde das Blut des Mannes auf K.o.-Tropfen untersucht – das Ergebnis war negativ. Der Mann konnte das Spital wenig später bereits wieder selbstständig verlassen.

Kurz darauf nahm die Polizei in der besagten Wohnung eine 33-jährige Bulgarin fest. Auch sie war stark betrunken. Die Frau bestritt jedoch vehement, ihrem Kunden K.o.-Tropfen verabreicht zu haben. Den angeblich gestohlenen Geldbetrag hätte der Mann für die Dienste der Frau bezahlt. Laut Polizei wird die Prostituierte auf freiem Fuß angezeigt. (TT.com)




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